Springe zum Inhalt

Nach offizieller Aussetzung des gesamten HTTV-Spielbetriebs, hat nun auch der Hauptvorstand des TVI die notwendigen Konsequenzen gezogen. Spannend bleibt die Frage, ob und wie es danach weiter geht?

    • Werden die Tabellenplätze - wie beim Hessischen Badmintonverband - eingefroren zum 13.3.2020 (bedeutet Abstieg für die 1. Herren des TVI, da zwar punktgleich mit dem Drittletzten aber ein schlechteres Spielverhältnis. Problematisch dabei, dass einige Team bis zu zwei Spiele weniger absolviert haben als andere)?
    • Wird die Runde irgendwie fortgesetzt (dürfte auf Grund des Rahmenterminplanes schwierig werden)?
    • Wird die komplette Runde annulliert (Kein Abstieg, kein Aufstieg)?

Warten wir es einfach so entspannt wie möglich ab.

Hier die Meldung des Hauptvorstandes des TVI:
Der geschäftsführende Vorstand des Turnverein 1886 Igstadt e.V. hat entschieden unter den gegebenen Umständen den kompletten Übungsbetrieb bis zum 19.04.2020 einzustellen. Wir folgen damit den Empfehlungen von Ämtern, Behörden und vielen Sportverbänden. Wir werden zur gegebenen Zeit Informieren ob ab dem 20.04.2020 wieder regulärer Übungsbetrieb stattfinden kann, oder ob die Maßnahme verlängert werden muss. Wir hoffen auf Verständnis und bleibt gesund!

Nach der ersatzverstärkten Niederlage im ersten Rückrundenspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Bierstadt war für uns eigentlich "der Käse gerollt", der Frustfaktor riesengroß und der Abstieg quasi besiegelt.
Nur durch den Einsatz teuerster Mental- und Motivationstrainer gelang es den Igstädter TT-Mannen in den folgenden Tagen das tiefe Tal der Tränen zu durchwaten, um sich heroisch in das Abstiegsgemetzel zu werfen und wenigstens mit fliegenden Fahnen unterzugehen.
Der Doppelspieltag konnte kommen:

Tag 1: TVI – Erbach II

Wenn überhaupt noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt bestehen sollte, dann musste dieses Spiel gegen den designierten Absteiger Erbach II unbedingt gewonnen werden. Daher scheuten wir keine Kosten und Mühen und ließen unseren Abwehrrecken Rolf Mätz eigens aus Karlsruhe einfliegen. Damit traten wir mit unseren FF (First Five) an, verstärkt durch unseren Youngster Alex Knittel. Peter Herrchen spielte zwar nicht selbst, war aber anwesend, um die Igstädter Truppe mit gefühlten 125 Jahren TT-Erfahrung zu beraten und zu motivieren.

Erbach II hingegen trat gegen uns ohne die Nr. 1 Sascha Heinen an. Also eigentlich optimale Voraussetzungen für unseren Muss-Sieg.

Doch bereits zu Beginn bei den Doppeln zeigte unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch, dass "Gewinnen-müssen" eine schwere Bürde sein kann. Eigentlich klar favorisiert gegen die Erbacher Nguyen/Keshishzadeh lief in den ersten 2 Sätzen nix zusammen, während ihre Gegner locker wie im Training aufspielten. Trotz einer Steigerung reichte es nur zur unerwarteten 1:3 Niederlage.
Nicht viel besser erging es Götz/Knittel gegen v.Hoeßle/Kurzweil, die nach jeweils 3 engen Sätzen ebenfalls mit 0:3 Sätzen das Nachsehen hatten.
Nun konnten nur noch Neiter/Mätz gegen Seibert/Hanke das komplette Doppel-Desaster abwenden, was unsere Routiniers auch mit einem souveränem 3:0 Sieg gelang. Somit lagen wir bereits nach den Doppeln zurück, eigentlich kein gutes Omen für den Rest des Abends.

Vorne befürchtete Markus Kreidel gegen Anh-Tu Nguyen eine nahtlose Fortsetzung der im Doppel demonstrierten fehlerlosen Rückhandschwinger seines Gegners. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte er sich jedoch steigern und einen ungefährdeten 3:0 Sieg einfahren.
Klaus Götz hatte mit dem in der Rückrunde wiedererstarkten Marcus v. Hoeßle eine deutlich schwerere Aufgabe vor sich. Letztlich fand er – trotz des knapp gewonnenen 2.Satzes – kein probates Mittel gegen die von weit hinten immer wieder "hereingeeierten" Bälle seines Kontrahenten und musste eine 1:3 Niederlage quittieren.

Im mittleren Paarkreuz traf Tobi Pietsch mit Tim Kurzweil auf einen interessanten TT-Spieler, der ständig zwischen Abwehr- und Angriffsspiel umschalten kann. Konnte Tobi in der Vorrunde noch in 3 knappen Sätzen gewinnen, so fehlte ihm diesmal die nötige Sicherheit und Durchschlagskraft gegen das unorthodoxe Spiel seines Gegners. Das Spiel endete in 3 knappen Sätzen, diesmal allerdings zugunsten von Tim Kurzweil.
Heinz-Dirk Neiter verspürte im Spiel gegen Arpiar Keshishzadeh – noch leicht grippal angeschlagen und ohne Training in der Rückrunde – offenbar keinerlei Erfolgsdruck und kam gerade wegen dieser Lockerheit zu einem verdienten 3:1 Erfolg.

Hinten sollte/musste dann die Wende gelingen!
Abwehr-Senior Rolf Mätz hatte mit dem Erbacher Ersatzmann Otto Hanke keinerlei Probleme und steuerte in knieschonender Spielweise einen ungefährdeten 3:0 Sieg bei.
Dagegen hatte Youngster Alex Knittel mit seinem Gegner Sebastian Seibert doch eine weit schwierigere Aufgabe vor sich. Denn sein Gegenspieler erwies sich als durchaus schnittwechsel-resistent und es entwickelte sich ein sehenswertes Abwehr-Angriff-Duell, das Alex nach harter Abwehrarbeit in 3 sehr engen Sätzen für sich entscheiden konnte.
Damit gingen wir erstmals an diesem Abend in Führung.

Im vorderen Paarkreuz hatte Markus Kreidel durch seinen Sieg im ersten Spiel wieder zur Sicherheit in seinen Schlägen gefunden. Trotzdem lag er im ersten Satz gegen Marcus v. Hoeßle erst mal haushoch hinten, passte dann aber sein Spielniveau an und verbuchte in der Folge 3 sichere Satzgewinne zum ungefährdeten 3:1 Sieg.
Klaus Götz hatte danach gegen Anh-Tu Nguyen deutlich mehr Mühe, konnte dann aber nach wechselhaftem Spielverlauf in 5 engen Sätzen die Ernte in Form eines 3:2 Erfolges einfahren.

In der Mitte kam Tobi Pietsch mit der Angriffsspielweise seines Erbacher Gegners Arpiar Keshishzadeh besser zurecht und konnte trotz zweier knapper Sätze einen 3:0 Erfolg sicherstellen.
Und Heinz-Dirk Neiter blieb es gegen Tim Kurzweil vorbehalten, durch Einsatz von Ruhe und Blockbällen die Sidespins seines Gegenspielers zu entschärfen und mit einem 3:0 Erfolg unser TT-Punktspiel mit einem 9:4 Sieg zu beenden.

Fazit: Der erhoffte und dringend benötigte Muss-Erfolg im Keller-Duell – trotz anfänglicher Bauchschmerzen. So mental gestärkt gingen wir frohgemut (und ohne Klaus und Rolf) in das TT-Duell gegen Eintracht Wiesbaden am darauffolgenden Tag.

 

Tag 2: TVI – Eintracht Wiesbaden

Gegen die Eintracht hatten wir in der Vorrunde auswärts eine ziemlich desaströse Leistung geboten und gingen daher als Außenseiter locker vom Hocker in unser Heimspiel. Erst recht, weil wir auf unsere Nr. 2 Klaus Götz und Abwehr-Spezialist Rolf-Mätz verzichten mussten. Als Ersatz boten wir Youngster Philipp Wessel und den eigens am Vortag während des Spiels noch rekrutierten TT-Novizen Jannis Miethke auf.
Die Hoffnungen waren also schwach, zumal es sowieso ein uraltes ungeschriebenes TT-Gesetz zu geben scheint, nachdem die Gegner von abstiegsbedrohten Kellermannschaften grundsätzlich in Bestbesetzung antreten. Davon konnten wir nämlich ein Liedchen trällern, denn genauso erging es uns durchgängig vor 2 Jahren im Abstiegskampf.
Mentalcoach Peter Herrchen hatte am Vorabend (in Feierlaune bei Dirk in unserer Vereinskneipe) noch sein Kommen in Aussicht gestellt, zog es aber dann doch vor, sich das Gemetzel nicht anzutun.

So "gestärkt" und ersatzverstärkt erwarteten wir mannhaft das Anstürmen der gegnerischen Truppe von "Concordia Aquae Mattiacorum" in Bestbesetzung.

Doch, oh Wunder, auch Eintracht Wiesbaden war –zumindest ein wenig– geschwächt, da deren Nr. 3 Robby Karatas kurzfristig am Samstagmorgen noch absagen musste. Die Eintracht reiste daher mit Ersatzfrau Thao Tran an.

Es kam, was kommen musste: die Doppel:

Am Vortag noch schwächelnd, hatte unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch diesmal keine Probleme mit ihren Gegnern Aksu/Tran und taschten einen ungefährdeten 3:0 Sieg ein.
"Opferdoppel" Neiter/Miehtke erfüllten die Ihnen zugedachte Rolle und überließen ihren Gegnern Längsfeld/Karatas generös einen 3:0 Sieg.
Alles nur, damit unser Youngster-Doppel Knittel/Wessel mit Chancen als Doppel-3 gegen Ginzel/ Przybylski antreten konnten. Doch daraus wurde leider nur ein Satzgewinn und sie mussten eine 1:3 Niederlage quittieren.
Damit lagen wir bereits nach den Doppeln erwartungsgemäß zurück und die Dinge schienen ihren unvermeidlichen Lauf zu nehmen. Doch halt! Hatten wir am Vortag nicht ebenfalls 1:2 zurückgelegen? Noch war der Drops nicht gelutscht!

Im vorderen Paarkreuz musste Markus Kreidel leider feststellen, dass die gute Form vom letzten Einzel des Vortages offenbar über Nacht demissioniert war. Oder waren das bereits die Zipperlein des Neu-Ü60-igers, der altersbedingt keinen Doppelspieltag mehr verträgt? Gegen seinen Gegenspieler Martin Karatas fehlte es jedenfalls an Ballgefühl und Schlagkraft, trotzdem konnte er sich einen 3:0 Erfolg abkrampfen.
Tobi Pietsch hingegen ließ die Unsicherheiten des Vortags vergessen, spielte die Kugel sicher mit Spin ins Halbfeld, während sein Gegenspieler Carsten Längsfeld eher wenig traf. Das passte aus unserer Sicht gut zusammen und Tobi kam etwas überraschend, aber durchaus gerne genommen zu einem glatten 3:0 Sieg.
Damit lagen wir schon mal unerwartet vorne.

In der Mitte kam es zwischen Heinz-Dirk Neiter und Tilman Ginzel zu einem spannenden Kampf, der nach Höhen und Tiefen mit einem 3:2 Erfolg für Heinz-Dirk beendet wurde.
Gänzlich unerwartet hingegen war der dann folgende Auftritt unseres Youngsters und Abwehrspezialisten Alex Knittel gegen den kompromisslos angreifenden Hanna Aksu. Alex brachte die Kugel x-mal pro Ballwechsel sicher zurück, spielte sogar VH-Abwehrbälle sicher rein, kämpfte und traf seine VH-Angriffsbälle. Lohn seiner bisher –mit Abstand(!)- besten TT-Leistung war ein verdienter 3:1 Sieg gegen einen über 200 TTR-Punkte besser rangierenden Gegner. Bravo!

Hinten traf dann Youngster Philipp Wessel mit Thao Tran auf eine gleichwertige Gegnerin. Wie so oft zeigte er im Wechsel gute Angriffschläge und leichte Fehler, konnte sich aber knapp in 3:2 Sätzen durchsetzen.
Jannis Miethke war im Spiel gegen den ca. 350 TTR-Punkte höher eingestuften Alexander Przybylski natürlich von jedem Erfolgsdruck freigestellt, überraschte aber uns und seinen Gegner mit knapp gewonnenem 1. Satz! Auch die folgenden Sätze gingen nur äußerst knapp verloren, so dass er letztlich eine knappe 1:3 Niederlage nicht vermeiden konnte. Trotzdem eine sehr gute Leistung.

Somit führten wir bei Halbzeit unerwartet mit 6:3 Punkten, wagten aber noch nicht von einem Punktgewinn zu träumen. Wie sich zeigt, zurecht, denn:

Vorne knüpfte Markus Kreidel gegen Carsten Längsfeld nahtlos an die eher maue Vorstellung des ersten Spiels an. Das einzig Konstante in seinem Spiel waren seine Fehlaufschläge, während sich sein Gegner offenbar jetzt "eingeschossen" hatte. Trotz zweier enger Sätze beendete Markus das trostlose Treiben mit –na klar- einem Fehlaufschlag zur 0:3 Niederlage.
Und auch Tobi Pietsch konnte gegen Martin Karatas zwar den 1. Satz siegreich gestalten, verlor aber dann die nachfolgenden Sätze und musste ebenfalls eine 1:3 Niederlage hinnehmen.

Jetzt konnte nur noch die Mitte das Feuer der Hoffnung wieder anfachen. Heinz-Dirk Neiter gewann die ersten beiden Sätze und führte bereits komfortabel im 3.Satz gegen seinen zunehmend resignierenden Gegenspieler Hanna Aksu, doch konnte er den "Sack nicht zumachen". Nach ebenfalls verlorenem 4.Satz erkämpfte er dann aber doch noch einen knappen 3:2 Sieg.
Im Duell der Youngsters Alex Knittel gegen Tilman Ginzel verlor Alex zwar den 1. Satz, dann aber kämpfte er sich wieder ins Spiel zurück und zeigte eine ähnlich starke Leistung wie zuvor gegen Hanna Aksu, die mit einem 3:1 Sieg belohnt wurde.
Damit hatten wir überraschenderweise schon 8 Punkte und konnten zumindest nicht mehr verlieren.

Im hinteren Paarkreuz wäre jetzt ein Pünktchen zum Sieg schön gewesen.
Den Anfang machte Philipp Wessel gegen Alexander Przybylski. Nach knapp verlorenem 1. Satz konnte er Satz 2 problemlos gewinnen, während sein Gegner zunehmend mit sich und seiner Leistung haderte und über den Fuchsvorteil von Philipp lamentierte (der übrigens tatsächlich vorhanden war). Der Gegner redete sich schlecht und Philipp führte bereits 9:3 im 3.Satz, aber statt den Sack zuzumachen, debütierte er im TT-Lehrstück "Wie mache ich einen mutlosen Gegner wieder stark" und verlor den 3.Satz noch mit 11:9. Damit war das Spiel gedreht. Schadeeeee, eine vermeidbare 1:3 Niederlage von Philipp.
Jannis Miethke spielte gegen Thao Tran locker auf, da er fest mit einem Sieg von Philipp rechnete. Auch Dank seiner guten Aufschläge konnte er die ersten beiden Sätze gewinnen. Dann jedoch zeichnete sich die Niederlage von Philipp am Nebentisch ab und Jannis zeigte Nerven. Zudem kam jetzt Thao Tran auch mit seinen Aufschlägen zurecht und konnte die Sätze 3 und 4 für sich verbuchen. Der Entscheidungssatz entwickelte sich zum Zitter-Krimi zweier jetzt hochgradig nervöser Kontrahenten, den Jannis glücklicherweise mit 12:10 für sich entscheiden konnte.

Damit hatten wir den völlig unerwarteten 9:6 Erfolg erreicht. Dank unserer starken Mitte mit dem überragendem Alex und dem Überraschungs-Sieg von Jannis. Manchmal passt eben alles zusammen!

Fazit:
Der komatöse Abstiegskandidat TV Igstadt ist wiederbelebt! Noch ist TV Igstadt nicht verloren, die Hoffnung auf den Klassenerhalt ist wieder da! Jetzt brauchen wir halt noch mal so einen Sahnetag, an dem alles zusammenpasst.

Nach gutem Saisonstart befindet sich die 1. Herrenmannschaft nach vier Niederlagen in Folge im freien Fall Richtung Abstiegsplatz, befördert auch durch überraschende Punktgewinne von Oberjosbach und Bierstadt gegen höher platzierte Mannschaften:

VfR III trat ausgerechnet gegen uns in Bestbesetzung an, ein 1:9 am späten Donnerstag abend war nicht vermeidbar. Nicht viel besser lief es, wenn auch stark ersatzgeschwächt, in Breithardt. Hier ließen wir mit 9:3 die Punkte liegen. Schlimmer kam es dann gegen Wehen, dort mussten wir die Punkte kampflos abgeben, nachdem nur Heinz Dirk und Markus spielbereit gewesen wären.

Also sollte es gegen den um einen Punkt schlechter stehenden Tabellennachbarn aus Schierstein endlich wieder zu einem Punktgewinn reichen. Doch auch an diesem Abend lief es schlecht:

Alle drei Doppel gingen an Schierstein, eine Hypothek, die nicht mehr aufzuholen war. Markus und Tobi führten komfortabel 2:0 nach Sätzen und 10:6 im dritten Satz, bevor Sundermann/Katzenmeier ihr bestes Tischtennis auspackten und unserem Doppel mit dem gewonnen dritten Satz den Zahn zog. Die Sätze 4 und 5 wurden ebenfalls jeweils in der Verlängerung verloren. Nicht besser ging es Klaus und Heidi gegen das Schiersteiner Spitzendoppel Thiele/Franz, trotz guter Ansätze ging auch dieses Doppel 1:3 verloren. Die Youngster Alex und Philipp verloren gegen Tietje/Stahl 0:3.

Die Spitzeneinzel gaben dann etwas Hoffnung. Markus setzte sich 11:8 im 5. Satz gegen Sundermann, Klaus mit 11:6 im fünften gegen Thiele.

Unsere Mitte befindet sich derzeit leider in der Krise, nachdem sich sowohl Tobi als auch Heidi zu Saisonbeginn in bester Form befanden, jetzt aber glücklos agieren und mit 0:3 gegen Katzenmeier (Tobi) und 1:3 gegen Franz (Heidi) verloren.

Alex und Philipp hielten beide gut mit, zu mehr als jeweils einem Satzgewinn reichte es jedoch nicht. Damit stand es  "zur Halbzeit" 7:2".

Markus konnte mit einem sicheren 3:1 Sieg gegen Thiele auf 3:7 verkürzen. Klaus hatte bei 2:0 Satzführung und 6:3 Führung im dritten Satz den Anschluss in der Hand, verlor aber diesen Satz noch mit 6:11, danach war die Luft raus, auch dieses Spiel ging verloren. Den Schlusspunkt setzte dann Tobi mit einer 1:3 Niederlage gegen Franz.

Somit bleibt es bei sechs Pluspunkten, ob im letzten Spiel am morgigen 1. Advent in Lorchhausen noch ein Punkt dazu kommt, erscheint in der derzeitigen Form eher unwahrscheinlich.

 

v.l.n.r: Tobi, Peter, Heinz-Dirk, Rolf, Klaus und Markus

Jedes Jahr verbringt die erste Herrenmannschaft des TVI zusammen ein Kultur-Wochenende. Nachdem es im letzten Jahr nach Frankreich (Metz) ging, haben wir uns dieses Mal das UNESCO Weltkulturerbe Bamberg ausgesucht, mit Gärnterstadt, Klein-Venedig, dem Kaiserdom und beinahe mehr Brauereien als Einwohner - bestens gerüstet mit der Bamberg-Card für EUR 15,90 pro Person, inkl. Stadtführung, neun Museumsbesuchen und der Nutzung des ÖPNV für insgesamt drei Tage. Klingt super, nützt allerdings wenig, wenn es keinen ÖPNV gibt. Die Haltestelle vor der Türe der Ferienwohnung wird nur Montags - Freitags angefahren und der etwa einen Kilometer entfernte Haltepunkt stellt um 19:00 Uhr am Wochenende den Verkehr ein. Gut für die allgemeine Fitness. Haben wir doch alles zu Fuß bewältigt und hatten alleine am Samstag am Ende des Tages über 13 Geh-Kilometer auf den Sohlen und in den teils morschen Gelenken. Jeder hatte übrigens an diesem Wochenende seine Aufgabe: Peter hat sich um die Kultur inkl. Bamberg-Card gekümmert, Rolf um das leibliche Wohl in Form von perfekt ausgesuchten Lokalitäten, Heidi und Tobi um reichlich Rotwein, Klaus um selbstgemachte Marmelade und Honig und Markus hat 30 Äpfel und 15 Bananen beigesteuert. Während Wein, Kultur und Marmelade reißenden Absatz fanden, wurden 29 Äpfel und 15 Bananen wieder umweltfreundlich in zwei PKWs knapp 250 km zurück nach Hessen gefahren, ganz im Sinne von Klaus und Markus, beide stets ökologisch denkend, handelnd und lebend. Aber Hauptsache der Frühstücks-Joghurt-Becher wird ordnungsgemäß in der Gelben Tonne entsorgt, natürlich erst nachdem das vorher manuell entfernte Etikett ökologisch korrekt in die Papiertonnen gewandert ist und der Becher selbst mit feinstem heißem Trinkwasser aus dem Hahn CO2-neutral mehrere Minuten absolut keimfrei ausgespült wurde.

Regnitz

Am Ankunftstag Freitag ging es abends in das bekannte Mahrs Bräu mit gutem Bier und fränkischen Spezialitäten. Im Anschluß war nach den obligatorischen Spiele-Runden gegen 2:00 Uhr morgens Bettruhe angesagt. Am Samstag ging es bereits recht früh los, gefrühstückt wurde gegen 9:00 Uhr, nachdem Heinz-Dirk uns vorbildlich mit frischen Backwaren versorgt hatte und noch Stunden danach von der jungen, freundlichen und flirtenden Backwaren-Fachverkäuferin schwärmte. Ab 11:00 hieß es dann Kultur tanken. Zu Fuß über einige gewollte Umwege teils entlang der Regnitz in knapp einer Stunde in die Innenstadt, um bis zur Führung durch die historische Altstadt schon mal ordentlich Bamberger Luft einzuatmen - bei entgegen aller Erwartungen recht stabilem und teils sogar sonnigem Wetter. Durch einen kurzen Café-Stopp gestärkt, stand dann besagte zweistündige Altstadt-Führung an. Die Gästeführerin hat uns mit wirklich hervorragendem Geschichtswissen an jedem Haltepunkt minutenlange Vorlesungen gehalten über Hexenverbrennungen, im 'Fränkischen Rom' - so wird der Kaiserberg mit Dom genannt - über das Liebespaar Kunigunde und Heinrich II., über die Brauerrei-Historie, über das Pseudo-Barock, über die Gärtnerstadt, über Kriege, über Bürger-Aufstände und, und, und.

Historisches Rathaus

Erschlagen von dieser geballten Wissensflutung wollten wir uns bis zum Abendessen noch etwas bei einen Glas Wein oder Tässchen Bier entspannen. Doch unsere drei Gelehrten Klaus, Markus und Heinz-Dirk hatten einfach noch nicht genug und machten sich in Dunkelheit nochmals auf dem Weg zum Dom, um diesen unbedingt noch von innen zu besichtigen. Leider hatten die drei die Rechnung ohne Gott gemacht, hielt doch einer dessen Vertreter auf Erden gerade eine Predigt im Kaiserdom und verwehrte damit unseren Heiligen Drei Königen die Dombesichtigung. Die anderen drei Ungläubigen tranken während der Abwesenheit noch ein Gläschen, um sich dann pünktlich um 18:00 Uhr zum Abendessen in dem von Rolf ausgesuchten Restaurant bestens gelaunt wieder zu vereinen.
Gestärkt ging es danach mit einem knapp drei Kilometer langen Verdauungs-Fußmarsch zurück in die Ferienwohnung, um erneut unseren 'BKW-Spiele-Triathlon' (Brett, Karte, Würfel) zu starten.

'Fränkisches WLAN'

Gegen 1:00 Uhr morgens war auch das Geschichte und nach einem ordentlichen Frühstück am Sonntag - an dem Heinz-Dirk bereits gegen 7:00 Uhr frisch geduscht und 'ganzkörpergelotiont' aus dem Haus eilte, damit ja niemand vor ihm zum Bäcker geht - ging dieser wieder ausnahmslos harmonische Ausflug zu Ende, bei dem viel geblödelt, gelacht, gegessen, getrunken und 'kulturt' wurde und das extra dazu gebuchte besondere 'fränkische WLAN' zu keiner Zeit benötigt wurde. Für Rolf war es leider gleichsam der Abschied von unserem Team, zieht es ihn doch schon nächste Woche zurück in seine frühere badische Heimat. Sehr schade für uns, aber natürlich wünschen wir ihm und seiner lieben Frau dort das Beste und sind uns sicher, dass er an unserem Ausflug 2020 natürlich trotzdem wieder teilnimmt - sofern sich einer findet, der das für den Ausflug so wichtige frei werdende Amt des Mannschaftskassenwartes bis dahin von ihm übernimmt.

Die Woche vor dem Spiel war für die Mannschaftsführer beider Mannschaften gebraucht: In beiden Mannschaften würden wegen der BEM der Jugend in Wetzlar wichtige Spieler fehlen, eine Verlegung war also im Interesse beider Mannschaften, ein Ersatztermin schnell gefunden. Der Klassenleiter Detlev La Roche reagierte schnell und genehmigte die Nachverlegung prompt, stornierte sie aber genauso schnell wieder auf Intervention des HTTV: Jugendmeisterschaften sind nach Wettspielordnung kein Verlegungsgrund. Prima, Ihr Funktionäre, so fördert man die Jugend, Hut ab vor soviel Sachverstand!

Also mussten wir am Samstag ran: es ging dann gut weiter, bis eine halbe Stunde vor Spielbeginn waren genau zwei Menschen in der Halle, nämlich die geplagten zwei Mannschaftsführer, Christoph Grünwald und Klaus Götz. Mit Einspielen war damit Essig, aufbauen, Spielberichtsbogen ausfüllen und kalt an die Platte. Wir konnten uns wenigstens komplettieren, da Alex Knittel nach erfolgreichem Spiel bei der BEM noch rechtzeitig zu Spielbeginn erschien, während der VfR drei Spieler ersetzen musste und deshalb stark ersatzgeschwächt war:

Die Eingangsdoppel Kreidel/Pietsch und Neiter/Mätz gingen dementsprechend auch glatt zu unseren Gunsten aus, das Doppel Götz/Knittel musste leider geschenkt werden, da Alex wegen einer Fußverletzung (Blase) nicht mehr auftreten konnte. Schadete aber nicht:

Die beiden Spitzeneinzel gingen an Igstadt, Markus Kreidel gewann sicher gegen Grünwald mit 3:1, Klaus Götz konnte sich nach verlorenem ersten Satz mit drei glücklich gewonnenen Sätzen gegen Gjesdahl durchsetzen, nachdem er nach dem ersten Satz seinem Ärger über den duften Abend lauthals Luft gemacht hatte.

In der Mitte lief es durchwachsen: Heidi Neiter setzte sich nach schwachem Start mit 3:1 gegen Bekker durch, Tobi Pietsch fehlt derzeit die Durchsetzungskraft und unterlag 1:3 gegen Abedian.

Das hintere Paarkreuz zeigte sich in überzeugender Form: Nachdem Alex Knittel schon gegen die Eintracht am Vorabend sehr gut gespielt und sich bei den Bezirksmeisterschaften immerhin ins Achtelfinale gekämpft hatte, rang er auch Budak mit jetzt bandagierten Fuß 3:1 nieder. Der in Kürze fahnenflüchtige Alt- und Neukarlsruher Rolf Mätz spielte locker, ohne Training und nahezu aus dem Stand seinen Gegner Anton ein ums andere Mal aus, obwohl dieser mit langen Noppen nicht gerade den Lieblingsbelag von Rolf ausgepackt hatte (wahrscheinlich hat Rolf das aber gar nicht erkannt im Umzugsstress).

Damit war der Käse schon fast zum Bahnhof gerollt. Mit zwei Siegen im vorderen Paarkreuz wäre der Sack bereits zu gewesen. Markus gewann, wenn auch mit unerwartetem Widerstand und einem nur knappen 3:2 Sieg. Damit hatte Klaus Götz es in der Hand, mit einem Sieg das Spiel zu beenden. Offensichtlich war an diesem Abend diese Last eine Nummer zu groß. Nach 8:2 und 9:3 Führung im ersten Satz verließen ihn zu erst alle guten Geister und anschließend auch noch der winzige Rest an noch vorhandenem Mut und Selbstvertrauen, der Satz ging nahezu kampflos mit 9:11 verloren, über die zwei restliche Sätze breiten wir den Mantel des Schweigens.

Damit hatte aber das mittlere Paarkreuz nochmal die Chance, sich zu beweisen, was allerdings gründlich schief ging. Tobi Pietsch knüpfte nahtlos an sein erstes Spiel an und unterlag Bekker mit 0:3, Heidi Neiter ging es gegen Abedian mit 1:3 nicht viel besser. Klaus Götz hatte inzwischen fassungslos ob seiner Leistung wegen eines privaten Termins schon die Halle verlassen und das Restprogramm nicht mehr live miterleben müssen. O-Ton von Mats Friese, einer der wenigen Zuschauer in der Halle: Bei dem Niveau kann ich - glaube ich - auch nach vier Weizen noch gut mithalten. Wo er recht hat, hat er recht!

Also musste es zum Schluss der Oldie richten und er tat dies mit großer Ruhe und Gelassenheit. Budak hatte beim 0:3 keine ernsthafte Chance und es stand 9:5 für uns.

Am Ende also doch noch -  jedenfalls vom Ergebnis betrachtet - ein dufter Abend. Nach sechs Spielen mit ausgeglichenem Punktekonto im derzeit gesicherten Mittelfeld, wer hätte das vor Rundenbeginn gedacht. So soll es weitergehen (von der Vorbereitung mal abgesehen)!

 

An Allerheiligen trat TVIs Erste Herren beim Tabellennachbarn TuS Eintracht Wiesbaden an. Für Peter Herrchen ein Wiedersehen mit vielen Bekannten und Freunden. Hatte er doch mit 9 Jahren dort das Tischtennisspielen gelernt und ist seit mehr als fünfzig Jahren auch immer noch Vereinsmitglied der Eintracht. Somit trat Peter dieses Mal als TVI-Spieler gegen einen Teil seiner alten Mannschaftskollegen (Hanna Aksu und Marek Schopf) an. Besonders schön auch, dass Willi Metz und Andreas Esche extra den Weg in die Halle zum Zuschauen gefunden hatten. Nun zum Spiel, was nicht ganz so erfolgreich verlief. Nach den Eingangsdoppeln stand es bereits 1:2, lediglich Neiter/Herrchen konnten mit 3:2 gegen Ginzel/Schopf gewinnen. Kreidel/Pietsch verloren mit 2:3 knapp gegen Längsfeld/Martin Karatas und Götz/Knittel mit 1:3 gegen Aksu/Robby Karatas. Markus Kreidel konnte in der Folge zwar klar mit 3:0 gegen Martin Karatas gewinnen aber Klaus Götz verlor gegen Carsten Längsfeld ebenso klar mit 0:3. Unsere Mitte mit Heinz-Dirk Neiter und Toby Pietsch verlor dann doch etwas überraschend relativ glatt mit 0:3 gegen Hanna Aksu und 1:3 gegen Robby Karatas.
Somit war bei einem Rückstand von 2:5 das hintere Paarkreuz an der Reihe. Hier zeigte Alex Knittel Kampfgeist gegen Tilman Ginzel und konnte das Spiel nach einem 0:2 Rückstand noch mit 11:9 im 5. Satz gewinnen. Peter Herrchen lag gegen seinen alten Mannschaftskollegen Marek Schopf auch bereits mit 0:2 Sätzen zurück, um dann noch zum 2:2 auszugleichen. Im 5. Satz verdrehte sich Peter allerdings das linke Knie und musste die letzten Punkte praktisch kampflos zum 4:11 abgeben.
Somit ging es mit 3:6 in den zweiten Durchgang. Leider verloren sowohl Markus Kreidel gegen Carsten Längsfeld mit 1:3 - übrigens seine erste Niederlage in dieser Runde - wie auch Klaus Götz gegen Martin Karatas mit 1:3. Es blieb dann nur noch Toby Pietsch vorbehalten mit einem sehr glücklichen 3:2 (14:12 im 5. Satz mit zwei "Füchsen" beim Stande vom 12:12) etwas Ergebniskosmetik zu betreiben, da Heinz-Dirk, zwar deutlich besser aufspielend als im ersten Einzel, bereits mit 1:3 gegen Robby Karatas verloren hatte. Damit kassierte der TVI seine bisher höchste Niederlage in der Vorrunde und sollte alles daran setzen, gut 18 Stunden später beim Heimspiel gegen VfR IV sein Punktekonto wieder auszugleichen.

Vielleicht lag es an der Vorbereitung einzelner Spieler unseres Teams, dass es nicht zu einem Sieg reichte. Klaus verbrachte den Samstag mit Hagebutten-Ernte und Verarbeitung der selbigen, zu was auch immer, Yvonne schleppte Geranien zum überwintern in den Keller (was hat der Ehemann eigentlich in der Zeit gemacht?), Heinz-Dirk war ganztägig in Sachen Sohn-Chauffeur und Kids-Fussball unterwegs und der Autor dieses Artikels wählte einen speziellen Triathlon zur Vorbereitung: Knapp zwei Stunden Pilze sammeln, gut eine Stunde Pilze putzen und ca. 30 Minuten Pilze essen - sehr magere Kost eben. Wie sich Tobi und Markus zum Spiel vorbereitet haben ist nicht überliefert.

Magerkost

Nun zum Spiel: Markus und Tobi gewannen ihr Eingangsdoppel gegen Eglin/Prinz mit 3:2, dabei mit 11:4 im letzten Satz sehr deutlich. Götz/Herrchen - eigentlich als "Opferdoppel" gegen das Einserdoppel Kretzer/Decker aufgestellt - verloren sehr knapp und etwas unglücklich in den Sätzen 3 und 4 mit 9:11 und 12:14 jeweils mit einem gegnerischen "Fuchs", obwohl LECCINUM VULPINUM (die Fuchsrotkappe) beim nebenstehendem Pilzfund überhaupt nicht dabei war. Unser "Dreier-Mix-Doppel" Yvonne Schlambor-Kern/Heinz-Dirk Neiter waren relativ chancenlos bei einem humorlosen 0:3 gegen Wolf/Seidel.
Unser Spitzenspieler Markus Kreidel wollte seine makellose "zu null" Bilanz natürlich ausbauen, musste sich aber gegen Maurice Eglin beim 3:2 ziemlich strecken. Dabei spielte er ein ums andere Mal auf wie ein TRICHOLOMA VIRGATUM (Brennendschafer Ritterling) - auch entsprechend giftig. Klaus Götz - unser ROSA CANINA (Hagebutten) Mann, hatte etwas Pech, dass er sich nach teilweise wirklich sehr gutem Spiel gegen den Abwehrspieler Lucas Krenzer sehr knapp mit 2:3 und geschlagen geben musste. Statt eines durchaus möglichen 4:1 stand es daher leider 2:3. Alle Hoffnungen ruhten nun auf  unserer eigentlich recht starken Mitte. Tobi Pietsch siegte relativ klar mit 3:1 gegen Thomas Wolf, während Heinz-Dirk Neiter leider mit 1:3 gegen Luca-Paul Decker verlor, dabei allerdings zwei Sätze jeweils in der Verlängerung. Seine normalerweise gefürchtete "Vorhand-MACROTYPHULA FILIFORMIS" (Binsenkeule) war dabei leider nur selten zu sehen und ging zu oft in selbige.
Beim 3:4 war nun das hintere Paarkreuz mit unserem RUSSULA CYANOXANTHA (Frauentäubling) Yvonne und der schlagarmtechnischen RAMARIA STRICTA (Steifen Koralle) Peter an der Reihe. Beide mussten sich jeweils 1:3 gegen Lars Prinz und Uwe Seidel geschlagen geben. Als dann in der Folge das vordere Paarkreuz gleich zwei Siege einfuhr, keimte beim 5:6 erneut Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn auf. Leider erwischten Tobi - nur eine gute Stunde vor seinem 31. Geburtstag - und Heinz-Dirk keinen sehr guten Tag und beide verloren jeweils mit 1:3 gegen Decker und Wolf. Tobi gratulieren wir an dieser Stelle recht herzlich zu seinem Ehrentag und wünschen ihm, dass er sich heute ein wenig wie ein SUILLUS GREVELLEI (Goldröhrling) fühlt.
Den negativen Schlusspunkt setzte dann Peter, der teilweise wir ein HYGROPHOROPSIS AURANTIACA (Falscher Pfifferling) agierte und seinem FOMES FOMENTARIUS (Zunderschwamm) diesen nicht geben konnte, mit seinem 1:3 gegen den mit langen und kurzen Noppen spielenden Lars Prinz.
Blieb am Ende die Erkenntnis, dass mit etwas Glück ein 8:8 drin gewesen wäre und an der Spielvorbereitung noch gearbeitet werden muss.
Am kommenden Freitag geht es dann gegen die Eintracht. Auf diese Begegnung freue ich mich, da ich einiger meiner langjährigen Mitspieler wiedersehen werde. Ob sich Klaus Götz auch auf ein Wiedersehen mit einem seiner voraussichtlichen Gegner freut, ist nicht ganz sicher.

Hatten wir zuletzt in Erbach noch unserer traditionellen Auswärtsschwäche getrotzt, sollte es diesmal in Bierstadt leider kein Happy-End geben.:

Bierstadt hatte in der letzten Runde einen soliden Mittelplatz belegt und war damit –zumal auswärts– ein erster Prüfstein für unsere Verortung in der Bezirksliga. Allerdings mussten wir schon letztes Jahr bei unserem Durchmarsch in der Bezirksklasse in Bierstadt gegen Bierstadts Zweite ein 8:8 Unentschieden hinnehmen. Zuhause gab es dann einen lockeren 9:1 Erfolg. Soviel zu unserer 'Auswärtsstärke'.

Wir begannen das Spiel regelkonform mit den Doppeln.
Unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch hatte wieder mal Startschwierigkeiten, wurde dann aber stärker und verbuchte einen sicheren 3:1 Sieg gegen Silbereisen/Eis.
Götz/Heinrich hatten als Doppel-2 gegen Vogel/Schneider wenig Optionen und kassierten eine 0:3 Niederlage.
Deutlich spannender dann das Duell der 3er Doppel, das unsere Routiniers Neiter/Mätz gegen Hoffmann/Grabowski knapp mit 11:8 im 5. Satz für sich entscheiden konnten.
Somit war nach den Doppeln beim Spielstand von 2:1 für uns noch alles im Lot.

Im vorderen Paarkreuz gewann Markus Kreidel gegen Wilfried Silbereisen den ersten Satz leider viel zu hoch, um den nächsten Satz dann noch gewinnen zu können. Dito in Satz 3+4 krampfte er sich zu einem glücklichen 11:9 im 5. Satz.
Klaus Götz dagegen (allerdings durch seinen diclofenacierten (Tisch)Tennisarm gehandicapt) zeigte gegen Stephan Vogel eine konstantere Leistung und verhalf seinem Gegner damit zum Premieren-Erlebnis eines erstmaligen Sieges gegen Klaus.

In der Mitte zeigte dann Tobi Pietsch gegen Noppenmann Manfred Schneider, dass das jahrhundertlange Material-Training gegen Antispin-Markus eine souveräne Leistung gegen Materialspieler auch unter Spielstress ermöglicht. Ein glatter 3:0 Erfolg für Tobi.
Andersherum erging es Heinz-Dirk Neiter gegen Gerd Eis, der offenbar an diesem Tag gut aufgelegt war. Dagegen ließ Heinz-Dirk seine gewohnte Blocksicherheit vermissen und musste folgerichtig eine 0:3 Niederlage quittieren.

Hinten zeigte Oldie Rolf Mätz in seinem Spiel gegen den wild angreifenden Jacek Grabowski eine Palette von Handgelenks-Schnittvarianten, die seinen Gegenspieler oftmals ratlos an der TT-Platte zurückließen. Ein verdienter 3:0 Sieg für unseren Abwehrrecken Rolf.
Ersatzmann Matths Heinrich mühte sich redlich und spielte auch gut mit gegen Rainer Hoffmann, konnte aber eine 0:3 Niederlage nicht vermeiden.

Damit lagen wir zur Halbzeit noch mit 5:4 in Führung.

Vorne hatte Markus Kreidel auch im Spiel gegen Stephan Vogel immer noch keinerlei Gefühl für den Ball und die langsamen TT-Platten entwickelt und verballerte reihenweise halbhoch hingelöffelte Bälle seines Gegners, die gefühlt 0,1 mm hinter dem Netz stehen blieben. Nach 3 Krampfsätzen traf er endlich und lochte einen 3:1 Sieg ein.
Da präsentierte sich Klaus Götz gegen Wilfried Silbereisen doch in gänzlich anderer Verfassung, zumindest bis zu seiner 7:2 Führung im 3. Satz bei 2:0 Satzführung. Dann aber –offenbar vom Kreidelschen Hohe-Führungen-Syndrom influenziert– verlor er diesen und auch den nächsten Satz, erzitterte sich aber in Satz 5 einen 11:9 Sieg.

Mit einer 7:4 Führung lagen wir damit eigentlich sogar auf Siegeskurs. Denn unsere starke Mitte hätte die Führung ausbauen können. Stattdessen kam leider die Fahrradkette zum Einsatz.

Tobi Pietsch fand gegen den gut angreifenden Linkshänder Gerd Eis keine taktische Einstellung und musste seinem Gegenspieler zum 3:1 Sieg gratulieren.
Heinz-Dirk Neiter hat normalerweise wenig Probleme mit Materialspielern. Am heutigen Tag fehlten ihm gegen Manfred Schneider allerdings Ballsicherheit und ein durchschlagender Topspin, sodass er eine 0:3 Niederlage hinnehmen musste.

Hinten traf Rolf Mätz mit Rainer Hoffmann auf einen Spieler, der normalerweise keine Probleme gegen Material- oder Abwehrspieler hat. Rolf konnte ihn aber durch seinen Wechselschnitt verunsichern und es entwickelte sich bis zum 4.Satz ein ausgeglichenes Match. Leider (aus unserer Sicht) kehrte das Selbstvertrauen von Rainer Hoffmann im 5. Satz zurück und Rolf verlor mit 2:3 Sätzen.
Matths Heinrich zeigte dann gegen Jacek Grabowski eine sehr gute Leistung. Nach verlorenen zwei Sätzen erkämpfte er den Satzausgleich, musste sich aber letztlich im 5. Satz geschlagen geben.

Damit lagen wir 7:8 zurück und ein leistungsgerechtes Unentschieden wäre noch drin gewesen. Wäre da nicht die bekannte Schlussdoppel-Schwäche unseres Einser-Doppels Kreidel/Pietsch. Gegen Vogel/Schneider starteten sie hoffnungsfroh mit dem Gewinn des ersten Satzes, dann lief aber wenig zusammen. Mit einem 11:13 im 4. Satz war dann die Niederlage im doppelten Sinn besiegelt.

Fazit:
Schadeee, schadeee. Eine vermeidbare Niederlage. Vielleicht sollten wir mal beim Donald nachfragen, wie man daraus einen Sieg macht....

Nach dem positiven Einstieg in die neue Runde galt es nun –trotz unserer traditionellen Auswärtsschwäche– noch ein wenig den Sieges-Schwung mitzunehmen.

Der erste Stolperstein erwartete uns in Erbach. Erbach II stand in der letzten Runde eigentlich schon als Absteiger fest, wurde aber noch durch den Rückzug von Nordenstadt II gerettet. Wollten wir dem gleichen Schicksal entrinnen, musste eigentlich ein Sieg gegen Erbach her. Eigentlich, denn Siege in Erbach sind uns seit Dekaden nicht mehr gelungen, auch wenn wir bislang immer Erbach I unterlagen.

Um diese mentale Blockade zu sprengen, reisten wir mit unseren FF ("First four") an und schonten unseren Altmeister und Abwehrrecken Rolf Mätz, der in den vergangenen Jahren in der Riesenhalle in Erbach immer gefühlte 25m hinter der TT-Platte stand und daher bei Stopps ein 'Nanosekündchen' zu spät dran war. Stattdessen besetzten wir das Nahfeld der TT-Platte mit unserer Block- und Konterspielerin Yvonne Schlambor-Kern. Vervollständigt wurde unser Sextett durch Youngster Alex Knittel, der allein schon wegen seiner Körpergröße kein Problem mit viel Platz hinter der TT-Platte hat.
 
Zum Auftakt kam unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch –wie so oft– schwer ins Rollen, verlor sogar den 2. Satz und lochte dann aber einen sicheren 3:1 Sieg gegen Nguyen/Jasny ein.
Götz/Knittel konnten als Doppel-2 gegen das starke gegnerische Einser-Doppel Heinen/v.Hoeßle den ersten. Satz noch knapp gestalten, mussten dann aber abreißen lassen.
Unser Doppel-3 Neiter/Schlambor-Kern galt seit seiner Premiere in Hahn (damals mit einem Sieg gegen Doppel-1) als neues Igstädter TT-Dreamdouble und lag daher bei den Buchmachern im Duell der 3er-Doppel weit vorne. Nach 5 knappen und umkämpften Sätzen hieß es allerdings diesmal "Game Over" bzw. "Dream Over" bei ihrer 2:3 Niederlage gegen Kurzweil/Keshishzadeh.
Damit lagen wir schon mal nach den Doppeln mit 1:2 im Rückstand.

Vorne traf man auf altbekannte Gegner aus den langjährigen TT-Duellen gegen Erbach I.
Im Duell der beiden Marci konnte diesmal Markus Kreidel einen knappen 3:1 Sieg gegen Marcus v. Hoeßle einfahren.
Klaus Götz ist aktuell durch seinen (Tisch)Tennisarm gehandicapt, traf allerdings auch auf einen gut aufgelegten Sascha Heinen. Zwischenzeitliche Führungen konnte er nicht in Satzgewinne ummünzen, daher musste er eine 0:3 Niederlage hinnehmen.

In der Mitte traf Tobi Pietsch mit Tim Kurzweil auf einen Gegner, dessen Spielstil (Mix aus Abwehr und Angriff) und Spielstärke starken Schwankungen unterlag. Tobi konterte das mit 3 konstanten 11:9 Satzgewinnen.
Heinz-Dirk Neiter zeigte gegen Anh-Tu Nguyen u.a. mit gut platzierten Blockbällen eine souveräne und sichere Leistung, die mit einem 3:1 Sieg belohnt wurde.
Durch unsere starke Mitte gingen wir damit erstmals in Führung.

Hinten traf Yvonne Schlambor-Kern mit Tobias Jasny auf einen Gegner, der ihre Angriffsbälle beharrlich mit Ballonabwehr-Bällen zurückschippelte. Nach mutlosem 0:2 Satzrückstand ("ich kann heute nicht gewinnen") schaltete sie nach knapp gewonnenem 3. Satz in den Kampfmodus um und ließ dann ihren jungen Gegner alt aussehen. Ein verdienter 3:2 Arbeitssieg.
Alex Knittel hatte seinen Gegenspieler Arpiar Keshishzadeh anfangs noch im Griff und gewann den ersten Satz. Dann aber hatte sich sein Kontrahent auf sein Abwehrspiel eingestellt und Alex musste eine 1:3 Niederlage quittieren.

Im vorderen Paarkreuz ging es im Duell Markus Kreidel gegen Sascha Heinen gleich mal schlecht los für Markus, da er den 1. Satz mit 11:2 viel zu hoch gewann. Folgerichtig verlor er den nächsten Satz ebenso haushoch und krampfte sich danach zu einem sehr knappen und glücklichen 3:2 Sieg.
Klaus Götz konnte gegen Marcus v. Hoeßle den ersten Satz knapp für sich entscheiden. Durch seine Tennisarm-Manschette behindert fehlten ihm Gefühl und Sicherheit in seinen Topspins, so dass er eine knappe 1:3 Niederlage nicht vermeiden konnte.

Es folgte ein hart umkämpftes Match zwischen Tobi Pietsch und seinem Gegenspieler Anh-Tu Nguyen, mit dessen Angriffsschlägen Tobi anfangs Probleme hatte. Er lag bereits mit 1:2 Sätzen zurück, ehe er mit seinem eigenen Angriffsbällen das Spiel zu seinem Gunsten umbiegen konnte zum verdienten 3:2 Sieg.
Heinz-Dirk Neiter hatte im ersten Satz gegen einen Tim Kurzweil im Abwehrmodus keine Probleme. Dann aber stellte dieser auf Angriffmodus um und gewann dadurch Satz 2. Den hart umkämpften 3. Satz konnte dann wiederum Heinz-Dirk mit 16:14 für sich entscheiden und hatte damit seinem Gegner den Zahn gezogen. Ein letztlich verdienter 3:1 Sieg.

Hinten begann Yvonne Schlambor-Kern gegen einen sehr sicher angreifenden Arpiar Keshishzadeh mit 2 noch mutloseren Sätzen als im Spiel zuvor. Wiederum im 3. Satz konnte sie in den Kampfmodus umschalten und diesen mit 11:9 für sich entscheiden. Ihr Gegner zeigte sich davon kurzzeitig beeindruckt, erholte sich aber im 4. Satz und konnte diesen mit 14:12 gewinnen.
So ruhten unsere Hoffnungen auf Youngster Alex Knittel, der im Duell zweier junger Spieler –nach kurzer Irritation im 3. Satz– durch konsequentes Abwehrspiel seinen verdienten 3:1 Sieg einfahren konnte.

Fazit:
Ein wichtiger Auswärts-Sieg für uns, der auch unser WirkönneninErbachnichtgewinnen-Syndrom kuriert. Damit sind wir erstmal in der Bezirksliga angekommen.

Alex Knittel, Markus Kreidel, Tobi Pietsch, Peter Herrchen, Heinz-Dirk Neiter, Klaus Götz (v.l.n.r).

Beim Auftaktspiel der 1. Herren des TVI in der neuen Saison als Aufsteiger in die Bezirksliga gegen Oberjosbach standen sich knapp 300 Jahre - auch wenn es auf den Foto keinesfalls so aussieht - und ca. 150 Jahre (ca. 5 x 18-20 und ein Ausreißer mit um die 50) gegenüber. Beim TVI senken nur Alex mit weit unter 20 und Tobi mit noch 30 den Durchschnitt deutlich.
Der TVI trat in der Besetzung Kreidel, Götz, Pietsch, Neiter, Herrchen und Knittel an.
Nach einigen Startschwierigkeiten unseres Einser-Doppels Kreidel/Pietsch gegen Salize/Fischer, die in den ersten beiden Sätze nur schwer in Tritt kamen, konnten unsere Jungs am Ende nach einem 0:2 Rückstand das Auftaktdoppel mit 3:2 für sich entscheiden. Götz/Knittel gestalteten nur den ersten Satz gegen Benke/Katlun erfolgreich und gaben sich in der Folge mit 1:3 recht deutlich geschlagen. Das Dreierdoppel Herrchen/Neiter gewann relativ klar mit 3:1 gegen Koch/Flores-Tellez.
Im Anschlusseinzel von Markus Kreidel gegen Sandor Koch haderte unser Markus zwar dauerhaft mit seinem "Ich bringe heute nur 1 %" - Spiel, gewann aber am Ende dann doch mit 3:1. Damit war bereits der Grundstein zum erfolgreichen Verlauf des Abends gelegt.
Klaus Götz müsste sich im Anschluß mit 1:3 gegen Florian Benke geschlagen geben, obwohl er in seinen drei verloreneren 9:11 Sätzen jeweils bis zum 9. Punkt führte.
Jetzt schlug aber die Stunde unseres mittleren Paarkreuzes. Zunächst zeigte sich Tobi Pietsch gegen Niklas Fischer in bester Verfassung und siegte nervenstark nach teils hochklassigen Topspin-Ballwechseln im 5. Satz mit 16:14, nachdem er bereits vorher vier Matchbälle vergab. Heinz-Dirk Neiter gewann ebenfalls nach einem spannenden Fünf-Satz-Kampf mit 3:2 gegen Norbert Salize. Als dann noch Peter Herrchen - der Team-Älteste, da Rolf Mätz nur als Zuschauer dabei war - mit einem glatten und ungefährdeten 3:0 gegen Benjamin Flores-Tellez erfolgreich war, hatten wir beim 6:2 Zwischenstand der Sieg bereits vor Augen. Alex Knittel musste sich im Folgespiel zwar glatt mit 0:3 gegen Philipp Kattun geschlagen geben, aber das war dann auch der letzte Minuspunkt. Unser Spitzenpaarkreuz Markus Kreidel und Klaus Götz gewannen sicher mit 3:0 und 3:1 gegen Florian Benke und Sandor Koch. In seinem zweiten Einzel musste sich Tobi Pietsch nochmals ziemlich strecken, gewann aber erneut mit 3:2 nach einem guten und kampfbetonten Spiel gegen Norbert Salize und steuerte damit den letzten Punkt zum 9:3 Sieg bei. Bei insgesamt vier Fünfsatzspielen, die alle zugunsten unseres Teams ausgingen, hätte das Ergebnis aber auch deutlich knapper ausfallen können.
Doch was war der eigentliche Grund es Erfolges? Mit Sicherheit haben die neue 30-minütige "Einpeitsch-Hard-and-Heavy-Musik" von Judas Priest und Black Sabbath beim Einspielen unserem Team den nötigen Motivation-Kick gegeben und gleichzeitig unsere jungen Gegner, die diese Musiker, wenn überhaupt, nur aus Geschichtsbüchern kennen, schon vor dem Spiel zermürbt. Ob wir beim nächsten Heimspiel auf besonderen Wunsch unserer Nummer 1 wirklich "Eros Ramazzotti-Kuschel-Italo-Pop-Schnulzen" auflegen oder den Nachnamen nach dem Spiel lieber trinken, werden wir dann noch sehen.