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Im letzten Spiel der Vorrunde gewann unser Team vor großer Zuschauerkulisse (exakt null Fans fanden den Weg in die Halle) mit 9:4 gegen den mit sieben Spielern (Klaus Weiler wurde nur im Doppel eingesetzt) angetretenen TTC Lorchhausen. Mit den Eingangsdoppeln ging unser Team mit 2:1 in Führung. Kreidel/Neiter und Perger/Mätz gewannen ihre Doppel gegen Strauch/Hessel und Kneissl/Pohl jeweils mit 3:0, während Herrchen/Götz gegen das Spitzendoppel Baier/Weiler mit 0:3 verloren.
Der seine Form wiedergefundene Markus Kreidel gewann das anschließende Einzel gegen Gregor Baier klar mit 3:0. Peter Herrchen musste sich etwas überraschend dem Abwehrspieler Markus Strauch mit 1:3 beugen. Im mittleren Paarkreuz gestalteten sich die beiden Partien ebenfalls ausgeglichen. Heinz-Dirk Neiter gewann recht locker mit 3:1 gegen Michael Hessel, Martin Perger verlor dagegen genauso locker gegen Mario Kneissl mit 0:3.
Beim Stande von 4:3 legte unser Team dann einen kleinen Zwischenspurt ein. Klaus Götz fing sich nach 2 desaströsen Sätzen, die er mit klar gegen Detlev Pohl verlor, noch und kämpfte sich ins Spiel zurück. Die Sätze 3 und 4 gewann Klaus hoch mit 11:3 und 11:4, um dann im letzten Satz nach spannendem Verlauf mit 12:10 den 3:2 Sieg nach Hause zu bringen. Rolf Mätz hatte mit Kai Herrmann (3:0) genauso wenig Mühe, wie Markus Kreidel mit Markus Strauch (3:1) und Peter Herrchen mit Gregor Baier (3:1).
Nach 4 Siegen in Folge kam bei Stande von 8:3 nochmals das mittlere Paarkreuz zum Zuge. Hier konnte der Lorchhausener Marion Kneissl mit einem 3:0 Sieg gegen Heinz-Dirk auf 8:4 etwas verkürzen, bevor Martin Perger den leicht konsternierten Michael Hesse ebenso klar mit 3:0 besiegte und somit den 9:4 Endstand besiegelte.
Damit geht unser Team Dank des besseren Spielverhältnisses als Tabellenführer mit 20:2 vor dem punktgleichen TV Wehen in die Winterpause, bevor dann am ersten Doppelspieltag 24./25.1.2014 mit VfR und FT Schierstein zwei schwere Gegner auf uns warten.

1. HerrchenAm ersten Tag des Doppelspieltages empfing die 1. Herren den Tabellendritten FT Schierstein. Will man Herbstmeister werden, muss ein Sieg her. Ungewöhnlich, beide Mannschaften boten sieben Spieler auf. Wir hatten unseren langjährigen, jetzt im Vorarlberg lebenden Igstadter Torben Breckner aktiviert und bei FT Schierstein trat zusätzlich Enrique Fernandez an. Somit spielten Rolf Mätz (Igstadt) und Christian Burk (Schierstein) nur im Doppel. Das von stets freundschaftlicher Atmosphäre geprägte Match - schließlich haben einige Schiersteiner lange in Igstadt gespielt - sollte über den gesamten Verlauf spannend bleiben.
Die ersten beiden Doppel Kreidel/Neiter gegen Dulien/Simon (3:0) und Herrchen/Götz gegen das Spitzendoppel Thiele/Brodowy (3:2) gingen an die Gastgeber. Unser Oldie-Doppel Perger/Mätz verlor nach einer 2:0 Führung und insgesamt 5 Matchbällen gegen Burk/Sundermann leider noch mit 2:3. Markus Kreidel gewann in der Folge locker mit 3:0 gegen Sören Brodowy und brachte somit Igstadt mit 3:1 in Führung! Leider konnten im Anschluss weder Peter Herrchen gegen Thorsten Thiele (2:3), Heinz-Dirk Neiter gegen Nils-Rene Dulien (1:3) noch Martin Perger gegen Sven Simon (0:3) gewinnen, so das unser Team plötzlich einem 3:4 Rückstand gegenüber stand. Das sollte sich auch nach dem hinteren Paarkreuz nicht ändern.
Klaus Götz gewann souverän mit 3:0 gegen Enrique Fernandez während Torben Breckner, der im November 2010 das letzte Mal für den TVI an die Platten ging und mit einem Leihschläger antrat - seiner war offensichtlich im Vorarlberger Schnee versunken - sich nach einem sehr guten Spiel gegen den starken Jörg Sundermann mit 2:3 knapp geschlagen geben musste. Somit ging es mit einem 4:5 Rückstand in den 2. Durchgang.
Dieser sollte dann auch die Wende bringen. Markus Kreidel musste zunächst gegen den schwierig zu spielenden Thorsten Thiele antreten. Dabei geriet er schnell in einen 0:2 Rückstand und hatte im 3 Satz bereits einige Matchbälle gegen sich. Mit Glück und Kampfgeist konnte Markus diesen Satz noch mit 17:15 gewinnen. Der 4 Satz ging mit 11:7 auch an Markus, der sich im 5. Satz dann eine lockere 8:2 Führung erarbeitete.
Alle wartenden nun auf das "wie-verspiele-ich-eine-hohe-Führung-Syndrom" und wurden nicht enttäuscht. Punkt um Punkt kämpfte sich Thorsten heran und beim Stande von 8:8 war alles wieder offen. Am Ende konnte Markus diesen Nervenkrieg zum Glück doch mit 11:9 knapp für sich entscheiden. Als danach Peter Herrchen gegen Sören Brodowy in den einzelnen Sätzen deutlich mit 3:1 gewann, stand unser Team mit einer 6:5 Führung wieder auf der Siegerstraße. Heinz-Dirk gegen Simon (3:1) und Martin gegen Dulien (3:0) bauten die Führung auf 8:5 aus.
Klaus Götz hätte somit gegen Jörg Sundermann alles klar machen können. Doch leider machten unserem Dr., der im Eingangsdoppel noch eindrucksvoll seine ehemalige Regionalliga-Stärke aufblitzen ließ, nach klar gewonnenem 1. und knapp verlorenen 2. Satz die Nerven einen Strich durch die Rechnung. Am Ende hieß es dann relativ deutlich 3:1 für Jörg Sundermann. Nun lag die Last des Siegpunktes auf unserem Youngster und Edelreservisten Torben. Bekannt für seine Nervenstärke und Lockerheit spielte er zunehmend sicherer auf und beendete den 1. Satz gegen Fernandez mit einem fulminanten Vorhand-Schuss zum 11:8, um gleich danach schmerzverzerrt zu Boden zu sinken. Alle schreckten hoch und befürchteten schon eine schwere Verletzung, denn Torben war bei seinem Schuss unglücklich umgeknickt. Martin eilte mangels Eisspray sofort an die Kühltruhe des Kladderadatsch um tiefgefrorenes junges Gemüse zur medizinischen Erstversorgung von Torbens Fuss zu holen. Leider übersah er dabei, dass die Packung schon offen war. Nachdem Torbens Fuss von jungem Gemüse - eigentlich seine Spezialität - umspült war, setzen sofort deren Heilungskräfte ein. Zum Glück blieben die Bänder heil und Torben konnte nach ein paar Minuten problemlos weiter spielen. So gewann er auch die nächsten beiden Sätze mit teils spektakulären Bällen und sicherte damit unserem Team den insgesamt verdienten 9:6 Erfolg. Nach über 3 Stunden ging damit ein spannendes und stets faires Spiel zu Ende.
Das dürften auch die Schiersteiner Fans im Form von Spielerfrauen so empfunden haben. Die attraktiven Damen entpuppten sich zwar im Laufe des Abends als die in unseren Breitengraden häufig vorkommenden "Prosecco-Lerchen", die fröhlich zwitschernd und glasnippend ihren Männern zujubelten, sorgten damit aber für eine gute Stimmung.
Solche Fans würde ich mir persönlich, trotz eines gewissen Geräuschpegels, für unser Team auch wünschen. Daran sollten wir arbeiten, vielleicht schon heute Abend bei unseren letzten Spiel zu Hause gegen den Tabellensechsten TTC Lorchhausen.

Im Spitzenspiel beim Verfolger Wehen mussten wir unsere erste Niederlage hinnehmen. Sie fiel zwar zu hoch aus, war aber verdient.
Die lange Pause hat uns nicht gut getan. Urlaub in Südafrika bzw. USA, anstatt Training in Igstadt, sind natürlich nicht die besten Voraussetzungen.
Weiteres Handicap: Wir mussten die gewohnte Reihenfolge unserer Doppel ändern. Markus Kreidel wäre im Schluss-Doppel nicht mehr anwesend gewesen, weil er zu einem Konzert wollte und deshalb früher weg ging. Zudem spielte Markus seine beiden Einzel direkt nacheinander und brachte damit auch noch die gewohnte Reihenfolge der Einzelspiele durcheinander.
Diese Gegebenheiten können aber nicht als Entschuldigung für eine Mannschaft dienen, die mit einem Durchschnittsalter von mehr als 55 Jahren über eine gewisse Routine verfügt.
Markus hat außerdem seit fast 20 Jahren, außer aus Verletzungsgründen, so gut wie nie gefehlt und in unserem Mannschaftskapitän, der in der Vergangenheit vier bis fünf mal pro Saison vor Spielende ging, ein schlechtes Vorbild.
Einen Beitrag für die Mannschaftskasse wird Markus aber trotz allem Verständnis für seine kulturellen Interessen leisten müssen.

Schon in den ersten beiden Doppeln zeigte sich, dass wir nicht unseren besten Tag erwischt hatten. Die Niederlage von Markus Kreidel/Heinz-Dirk Neiter gegen das Wehener Spitzendoppel Richter/Zimmermann war zu erwarten, fiel aber überraschend deutlich aus. Auch Peter Herrchen/Klaus Götz verloren trotz 2:0 Führung gegen Manhart/Beckman noch mit 2:3. Diesen Punkt hatten wir eingeplant und damit war auch schon klar, dass es sehr schwer würde, gegen diesen Gegner, dessen 3 beste Spieler zusammen eine Einzelbilanz von 43 Siegen bei 4 Niederlagen haben, auch nur ein Unentschieden zu holen.

Martin Perger/Rolf Mätz gewannen ihr Doppel gegen Diehl/Pählich, aber danach verlor Markus trotz starker Leistung gegen die Wehener Spitzenspieler Richter und Manhart jeweils mit 2:3. Auch Martin musste sich gegen Zimmermann mit 3:0 geschlagen geben. Heinz-Dirk und Klaus gewannen ihre Spiele gegen Diehl und Pählich souverän, das war es dann aber auch schon. Peter verlor im vorderen Paarkreuz beide Spiele, Rolf war gegen Beckmann chancenlos und Heinz-Dirk verlor gegen Zimmermann in einem begeisternden Match unglücklich in der Verlängerung des 5ten Satzes.

Am nächsten Wochenende spielen wir gegen den Tabellendritten Schierstein. Es bleibt zu hoffen, dass wir in diesem Spiel wieder zur gewohnten Form finden, ansonsten droht die zweite Niederlage.