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Auch gegen die ohne Spitzenspieler Schuler angetretene 2. Mannschaft aus Anspach gab es nichts zu erben für uns:

Trotz Ausnutzung der ganzen Hallengröße und ohne jegliche störenden Einflüsse von außen, z.B. durch Zuschauer u.ä. waren die um die Meisterschaft mitspielenden Anspacher am Ende eine Nummer zu groß für uns. Auf Grund des Ausfalls von Dauerurlauber Rolf Mätz (aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass er zu Beginn der Vorrunde 2016/17 wieder aus dem Urlaub zurück sein könnte) mussten die - bewährten - Doppel erneut umgestellt werden. Dabei unterlagen Kreidel/Neiter in 3 knappen Sätzen gegen Felder/Jünger, Perger/Wenzel nach einer ansprechenden Leistung mit zum Teil spektakulären Ballwechseln 1:3 gegen das Anspacher Spitzendoppel Schade/Henrici. Einmal mehr zeigte sich hingegen Klaus Götz als Doppelspezialist, der mit Ersatzmann Mats Heinrich das gut eingespielte Doppel 3 des Gegners sicher mit 3:1 bezwingen konnte.

Im vorderen und mittleren Paarkreuz lief es dann weniger erfolgreich. Markus verlor erstmals gegen Schade in 4 Sätzen, was diesen veranlasste, euphorisiert und rasend schnell nach Spielende den Ort des Geschehens ohne seine Mannschaftskameraden zu verlassen, wahrscheinlich um den für den Fall des Sieges gegen Kreidel schon vorbereiteten Sektempfang zu eröffnen. Martin Perger verlor nach gutem Spiel und kämpferischen Einsatz ebenfalls in 4 Sätzen gegen den spielstarken Felder. Götz, direkt aus dem Büroalltag in die Halle gehetzt, hatte keine Zeit für die zuletzt so erfolgreiche ernährungstechnische Vorbereitung, was sich sofort und negativ auswirkte. Er verlor unkonzentriert mit 1:3 gegen den allerdings auch schwer zu spielenden Noppenspezialisten Florian Jünger. Dirk Neiter konnte leider nicht an seine guten Leistungen im Training anknüpfen und leistete nur im letzten Satz ernsthaft Widerstand gegen Henrici, der allerdings auch in der gesamten Runde erst einmal als Verlierer von der Platte gegangen ist.

Im hinteren Paarkreuz waren wir an diesem Tag überlegen. Neuzugang Uwe Wenzel gewann sein erstes Spiel für Igstadt und das gleich deutlich und sicher mit 3:0 gegen Nemat. Überraschend hingegen war die Nervenstärke von Abteilungsleiter Mats Heinrich, der gegen Jugend-Hessenliga-Spitzenspieler Koch mit 3:1 die Oberhand behielt, im letzten Satz nach einem 2:9 Rückstand.

Markus brachte uns im Spitzenspiel gegen Harry Felder noch einmal heran; er gewann nach hartem Kampf mit langen und hart umkämpften Ballwechseln im 5. Satz mit 11:7. Der neu geklebte Vorhand-Belag, der im ersten Spiel noch als alleiniger Grund der Niederlage beklagt worden war, entpuppte sich dann auf einmal doch als Siegbringer, die Vorhand-Topspins schlugen teilweise ein wie in alten Zeiten und waren dann auch für den Block-Gott Felder häufig nicht mehr zu kontrollieren. Danach siegten aber nur noch die Gegner. Perger unterlag Schade in 3 klaren Sätzen mit 0:3 (schade, wäre eigentlich mehr drin gewesen), Götz ebenso deutlich gegen Henrici, wobei auch hier nur im letzten Satz Widerstand zu erkennen war, der nach 10:7 Führung mit 11:13 verloren ging. Den Schlusspunkt setzte Dirk Neiter mit einer ebenfalls deutlichen Niederlage gegen Jünger.

Einen Sieg hatten wir natürlich nicht erwartet; allerdings wären im hinteren Paarkreuz 4 Siege in Sicht gewesen, sodass bei etwas besseren Leistungen im mittleren Paarkreuz ein knapperes Ergebnis durchaus möglich war.

Nach unserem überraschenden ersten Punktgewinn gegen den Tabellensechsten Kriftel IV letzte Woche stand diesmal mit Eddersheim der Tabellenfünfte auf der Matte. Eddersheim trat ersatzverstärkt mit Ex-Igstädter Sven "Bömmel" Krennrich und Stefan Ludwig an, bei uns fehlte - wieder mal - Dauerurlauber Rolf Mätz. Trotzdem erhofften wir uns einige Siege und dank unserer gefürchteten Heimstärke ein knappes Rennen. Doch es sollte ganz anders laufen:

Das Thema Heimstärke hatte sich bereits vor Spielbeginn erledigt. Durch das gleichzeitig stattfindende Spiel unserer Damenmannschaft war die Halle erfüllt von Hektik, Stress und erhöhten Phonpegeln, die es uns nicht erlaubten, unser minutiös getimtes, ZEN-meditatives und kontemplatives Einspielprogramm zu zelebrieren. Überdies waren durch das zweite Punktspiel die Platzverhältnisse stark eingeschränkt, ein klarer Nachteil für uns als physisch überlegene TT-Athleten. Beim Einspielen endeten unsere kraftvoll federnden Sidesteps allzu oft mit einem metallischen Krachen, wenn unsere Knie schmerzhaft Kontakt mit den Spielfeldumrandungen aufnahmen. Aus Sorge um unsere Gesundheit und den Zustand des eh schon ramponierten Vereinseigentums schränkten wir in der Folge konsequent unsere Beinarbeit auf ein Minimum ein.

Diese Taktik zeigte schon bei den Doppeln Erfolge, auf Eddersheimer Seite. Unser Doppel-1 Kreidel/Götz konnte gegen Laible/Ludwig den 1. Satz knapp gewinnen, baute dann aber stetig ab und musste eine 1:3 Niederlage quittieren. Die Gefährlichkeit unseres neu formierten "Oldie"-Doppels Perger/Wenzel war vor dem Spiel noch Gegenstand philosophischer Betrachtungen gewesen. Leider hatten die Gegner Egert/Goldbach da nicht zugehört und beendeten etwaige Höhenflüge - nach 2 knappen Sätzen - humorlos mit einem 3:0 Sieg für Eddersheim. Herrchen/Neiter schließlich starteten hoffnungsvoll mit einem klaren Satzgewinn, dem 3 enge, aber leider verlorene Sätze folgten.

Im vorderen Paarkreuz konnte Martin Perger durch den Einsatz von Krumm- und Eierspins überraschend gut mit dem Eddersheimer Spitzenspieler Tobias Laible mithalten. Er verlor die ersten beiden Sätze mit etwas Pech in der Verlängerung, und auch der 3.Satz ging nur knapp verloren.
Markus Kreidel zeigte gegen Nevruz Celikkal eine durchwachsene Vorstellung, konnte aber einen 3:1 Sieg und damit den ersten Punkt für Igstadt einfahren.

In der Mitte konnte Peter Herrchen verletzungsbedingt nur einen kleinen Ausschnitt seiner TT-Möglichkeiten gegen seinen Gegner Marc Goldbach zeigen. Unverletzt sicherlich keine Hürde für Peter musste er diesmal verletzt eine 0:3 Niederlage hinnehmen. Wir hoffen mit ihm, dass sich sein Gesundheitszustand weiter stetig verbessert!
"Ernährungswissenschaftler" Klaus Götz zeigte gegen Alexander Egert eine durchaus ansprechende Leistung, die für die Zukunft hoffen lässt. Ein umkämpfter 3:2 Sieg für Klaus.

Im hinteren Paarkreuz hatten wir uns vor dem Spiel eigentlich vorne gesehen. Aber grau ist alle Theorie. Im Spiel unseres Neuzugangs Uwe Wenzel gegen den Ex-Igstädter Sven "Bömmel" Krennrich hatte Bömmel ein klares Heimspiel. Und ist als Ex-Mitglied der 2. Mannschaft jahrelang erfahrener "Mit-Damen-Spieler", ein klarer Vorteil an diesem Abend. Nach deutlichem Sieg in Satz 1 durch Uwe folgten 4 sehr enge Sätze, die allesamt in der Verlängerung entschieden wurden. Das Spiel endete - nach mehreren versemmelten Matchbällen von Uwe - mit einer 13:15 Niederlage im 5. Satz.
Heinz-Dirk Neiter hatte überraschend große Schwierigkeiten mit der Spielweise seines Gegners Stefan Ludwig und konnte nach wechselhaftem Spielverlauf eine 2:3 Niederlage nicht vermeiden.

Es folgte der Abgesang durch das vordere Paarkreuz. Markus Kreidel ließ Konzentrationsschwächen erkennen und konnte bei seiner 0:3 Niederlage gegen Tobias Laible nur den ersten Satz knapp gestalten. Etwas besser machte es Martin Perger gegen Nevruz Celikkal, der immerhin einen Satz gewinnen konnte, letztlich allerdings auch eine 1:3 Niederlage einfahren musste.

Fazit: Wir sichern weiterhin die Tabelle von unten ab.

Erstmals in dieser Saison gingen wir nicht als Verlierer von der Platte. Danach sah es aber zunächst nicht aus. Alle 3 Doppel gingen an TuS Kriftel. Markus Kreidel/Klaus Götz und Peter Herrchen/Heinz-Dirk Neiter verloren jeweils knapp mit 2:3 Sätzen, Martin Perger und Rolf Mätz waren beim 1:3 gegen Beifuss/Adamsson chancenlos.
In den Einzeln lief es dann aber besser. Markus, Martin und Peter gewannen jeweils 3:1 gegen Brunnhölzl , Diefenbach und Wrabetz. Vor allem mit dem Sieg von Peter hatte niemand gerechnet. Er kann aufgrund seiner Verletzung praktisch nur Rückhand spielen, jeder etwas schnellere Ball in seine Vorhandseite ist ein Punkt für den Gegner. Trotzdem gelang ihm das Kunststück gegen den erfahrenen Norbert Wrabetz zu gewinnen.
Danach gewann auch Klaus sein Spiel gegen Beifuß mit 3:2. Seit er seine Ernährung umgestellt hat, er trinkt eine Stunde vor dem Spiel ein Glas (oder eine Flasche?) Wein, spielt er nervenstark wie seit Jahren nicht mehr.

Die nächsten beiden Einzel gingen verloren, Heinz-Dirk verlor gegen Adamsson 1.3 und Rolf musste trotz eines Matchballes im 4ten Satz eine 2:3 Niederlage gegen Gossel hinnehmen.
Danach gab es in jedem Paarkreuz einen Sieg und eine Niederlage. Markus, Klaus und Rolf gewannen, Martin, Peter und Heinz-Dirk verloren ihre Spiele.
Beim Spielstand von 7:8 gewann unser neues Spitzendoppel Markus und Klaus gegen Beifuss/Adamsson mit 3:1, das Unentschieden war perfekt.

Das Spiel gegen TuS Kriftl hat, wie schon die knappen Rückrunden-Niederlagen gegen Schierstein und Biebrich gezeigt, dass wir die Klasse ohne die Verletzung von Peter problemlos gehalten hätten. Aber leider gilt der Spruch auch für uns: "Hätte, hätte, Fahrradkette".

Immerhin werden wir nicht mit 0 Punkten den Weg in die Bezirksliga antreten.