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Diesmal stand ein Ausflug nach Niedernhausen auf dem Programm, eigentlich ein Heimspiel für unseren Niedernhausener Bub' Rolf Mätz. "Was heißt hier schon Niedernhausener", werden berechtigte Zweifler einwerfen, "der Mann ist doch auf der ganzen Welt zu Hause und wechselt in Niedernhausen allenfalls Wäsche und Koffer für den nächsten Urlaubstrip!". Wohl wahr, aber trotz niedrigster Wahrscheinlichkeit war es an diesem Freitag so, dass Rolf bereits aus dem Ski-Urlaub zurück und noch nicht zur USA-Reise aufgebrochen war. Und in dieser nur wenige Stunden großen Lücke hätte er tatsächlich mitspielen können, wenn .... er sich nicht am letzten Tag eine Verletzung beim Skilanglauf zugezogen hätte. Bingo! Immerhin fand er trotzdem den Weg in die Halle und sah sich unser Desaster in voller Kürze an.

Für Rolf musste daher Flo Bauer ran. Bei Oberjosbach fehlte Christian Eberhard, der durch "Edel-Joker" Sebastian Schlögl ersetzt wurde, der offenbar immer nur gegen uns mitspielt. Wir spielten in der großen Autalhalle und waren überrascht, trotz der insgesamt 4 parallel stattfindenden Punktspiele (3 Herren- und 1 Damenspiel) ein phonetisch akzeptables Level vorzufinden. Wir konnten daher diesmal unser ZEN-meditatives und kontemplatives Einspielprogramm zelebrieren und erreichten bis Spielbeginn den 3. Dan.

Diese Tiefenentspannung konnte dann in den Doppeln in explosiven Topspindrang transformiert werden, zumindest bei unserem Einser-Doppel Kreidel/Neiter. Ein locker flockiger und konzentriert herausgespielter 3:0 Sieg gegen Schlögl/Schlögl, ein leider seltenes Ereignis in dieser Runde. Ebenso locker und flockig unterlagen Perger/Wenzel mit 0:3 gegen Tahiri/Rübenstahl. Flo Bauer und "Dreier-Doppelspezialist" Klaus Götz spielen laut eigener Überzeugung "eigentlich immer ein gutes Doppel", legten diesmal aber die Betonung auf "eigentlich" und kassierten eine deutliche 0:3 Niederlage.

Im vorderen Paarkreuz spielte Martin Perger gegen Besnik Tahiri gut mit, musste aber trotzdem eine 0:3 Niederlage hinnehmen. Markus Kreidel zeigte gegen Sebastian Schlögl eine semiprächtige Leistung und konnte bei seinem 3:1 Sieg wenigstens im letzten Satz überzeugen.
Damit stand es insgesamt 2:3 und noch war alles im grünen Bereich. Allerdings sollte uns danach kein Sieg mehr gelingen.

In der Mitte folgte eine ziemlich klare 0:3 Niederlage von Heinz-Dirk Neiter gegen Federico Tellez. Möglicherweise ist sein neuer Rückhandbelag für sein Spiel doch nicht so der Bringer, zumindest war das die übereinstimmende Expertenmeinung bei unserer umfangreichen taktisch-technischen Spielnachbereitung in der Kneipe.
Klaus Götz war trotz unseres Einspielprogramms und seiner zusätzlichen "ernährungstechnischen Vorbereitung" kein bisschen locker an der Platte. Er lieferte sich mit seinem ebenfalls gehemmten Gegner Thimo Rübenstahl ein Krampfspiel auf überschaubarem Niveau, das mit einem 0:3 in die Annalen des omnipotenten click-tt einging.

Hinten spielte Flo Bauer gegen Daniel Schlögl überraschend gut mit und verlor den ersten Satz nur knapp mit 11:9. Im 3. Satz führte Flo sogar mit 7:3, konnte aber den Vorsprung nicht ins Ziel retten und musste letztlich eine 0:3 Niederlage quittieren. Uwe Wenzel konnte den 1. Satz gegen Christian Treusch überraschend deutlich gewinnen. Danach stellte sein Gegner aber blöderweise seine Spieltaktik um, so dass das Spiel mit einer 1:3 Niederlage für Uwe endete.

Vorne wollte sich Markus Kreidel eigentlich für seine knappe Vorrundenniederlage (13:15 im 5. Satz) gegen Tahiri Besnik revanchieren. Taktisch unklug beendete er bereits den 1. Satz mit einem Fehlaufschlag zum 9:11, nutzte seine Satzbälle im 2.Satz auch nicht und verlor auch Satz 3 mit 10:12.
Martin Perger hingegen hätte gerne seinen klaren 3:0 Vorrundensieg gegen Sebastian Schlögl wiederholt. Allerdings zeigte sich sein Gegner an diesem Tag in deutlich besserer und selbstsicherer Form und drehte damit den Spieß um bei seinem 3:0 Sieg gegen Martin.

Fazit: Das Beste an diesem Abend war die Pizza danach.