Springe zum Inhalt

Dem hoffnungsvollen Unentschieden gegen TG Oberjosbach II folgt die "Plastikball-Ernüchterung" beim VfR Wiesbaden III.

Im Spiel gegen TG Oberjosbach II (mit Jugendtrainer Tobias Pietsch) mussten wir verletzungsbedingt auf Peter Herrchen und Heinz-Dirk Neiter verzichten und traten ersatzverstärkt mit Paul Berg und Frank Uhlenberg an.

Wir eröffneten traditionell mit 3 Doppeln, wobei es hier schon zu den ersten Überraschungen kam. Das reaktivierte langjährige Einser-Doppel Kreidel/Mätz musste sich –dank bestens aufgelegtem Tobi Pietsch- der Kombination Hauf/Pietsch geschlagen geben. Dafür revanchierte sich das neue Killerdoppel Götz/Wenzel mit einem Sieg gegen die Nr-1 der Gäste Krenzer/Summ. Nicht unerwartet war dagegen die Niederlage von Berg/Uhlenberg gegen Gendritzki/Gäb.

Vorne musste Markus Kreidel erkennen, dass stundenlanges Geklopfe mit Vorschlaghammer und Meißel keine empfehlenswerte Vorbereitung auf die feinmotorische Sportart Tischtennis ist. Gegen Noppenspezialistin Silvana Gendritzki gelang ihm in seinem Krampfspiel auf überschaubarem Niveau ein mühsamer 3:2 Sieg. Viel besser machte es Klaus Götz, der souverän mit 3:0 gegen Abwehrer Stefan Hauf gewann.
In der Mitte konnte Rolf Mätz gegen einen stark aufspielenden Lucas Krenzer eine umkämpfte 3:1 Niederlage nicht vermeiden. Überraschenderweise gelang dann aber Uwe Wenzel in einem spannenden Spiel gegen Tobi Pietsch nach 1:2 Satzrückstand noch ein 3:2 Erfolg.
Hinten gab es dann leider keinen Blumentopf zu gewinnen. Paul Berg hatte noch Chancen gegen Wolfgang Gäb, unterlag aber dann doch mit 3:1. Frank Uhlenberg konnte gegen Jungspieler Constantin Summ zwar mitspielen, aber letztlich keinen Satz gewinnen.

Somit waren wieder dringend Siege für uns erforderlich. Markus Kreidel versemmelte gegen Abwehrer Stefan Hauf zwar weiterhin glasklare Vorhandchancen, konnte sich aber mit guten Aufschlägen zu einem 3:0 Sieg durchmogeln. Klaus Götz brachte dagegen auch im Spiel gegen Silvana Gendritzki Vor- und Rückhandtopspins sicher auf die Platte und gewann mit 3:1 Sätzen.
In der Mitte folgte dann Teil 2 der Überraschung im Spiel von Rolf Mätz gegen Tobi Pietsch. Im Eingangsdoppel noch fehlerfrei gegen Rolf, schlichen sich bei Tobi vermehrt VH-Fehler ein, so dass Rolf nach engem Spiel ein 3:2 Sieg gelang. Danach musste allerdings auch Uwe Wenzel dem sicher aufspielenden Lucas Krenzer zu dessen 3:1 Sieg gratulieren.
Hinten fuhren wir dann wieder 2 Niederlagen ein. Im Duell der Jungspieler konnte Paul Berg gegen Constantin Summ immerhin 2 Sätze knapp gestalten, während Frank Uhlenberg gegen Wolfgang Gäb klar in 3 Sätzen verlor.

Somit drohte beim Stand von 7:8 die Höchststrafe in Form einer bittereren 7:9 Niederlage. Und danach sah es auch aus, als sich im Duell Alt gegen Jung unser Doppel Kreidel/Mätz gegen Krenzer/Summ im 1.Satz eine derbe Klatsche einfingen. Dadurch "wachgeküsst" und bei der Ehre gepackt, konnten Sie sich doch noch berappeln, erkämpften sich die nächsten 3 Sätze und sicherten damit ein letztlich verdientes 8:8 Unentschieden.

Fazit: Eigentlich in Anbetracht unserer Ausfälle ein überraschend positives Ergebnis. Wir gehen hoffnungsfroh in das Duell mit VfR Wiesbaden III.....

... und hier kam dann 2 Tage später das böse Erwachen.
Wir traten wieder mit Paul Berg und Matthias Heinrich als Ersatz an. Außerdem spielte statt Uwe Wenzel diesmal Heinz-Dirk Neiter mit, allerdings mit Verletzung an der rechten Hand und somit fast chancenlos.
Wir wussten zwar, dass der VfR mit Plastikbällen spielt, konnten aber wegen des Spiels gegen Oberjosbach nicht mehr vorher mit Plastikbällen trainieren. Und das bisschen Einspielzeit vor dem Spiel reicht in unserem Alter leider nicht mehr, um jahrelang eingefahrene Bewegungsabläufe umzustellen. Der Plastikball springt anders ab und nimmt vor allem weniger Spin und damit auch Unterschnitt an. Für uns als Filigrantechniker und vor allem Rolf mit seinen Schnittvarianten eine regelrechte Katastrophe, für Jugendspieler eine echte Wohltat. Schnitt oder kein Schnitt: egal, jeder Topspin trifft!

Und genau so spielte sich das dann ab. Unser Doppel-1 Kreidel/Mätz musste gegen die Jugendspieler Gjesdahl/Schopf eine unerwartete 2:3 Niederlage hinnehmen und staunte dabei nicht schlecht, wie fehlerfrei man dank Plastikball gegen Schnittwechsel ziehen kann. Nicht besser erging es Götz/Neiter gegen Wiecha/Gödel bei ihrer 1:3 Niederlage. Erwartungsgemäß verloren dann auch Berg/Heinrich gegen Karch/Totsche glatt in 3 Sätzen.

Der Rest ist schnell erzählt: Einzig vorne kamen wir zu den erwarteten Siegen, sicherlich auch, weil Markus Kreidel und Klaus Götz schon gelegentlich im Igstädter Training mit Plastikball gegen Moritz Kreidel gespielt hatten. Markus und Klaus gewannen jeweils ungefährdet gegen Peer Gjesdahl und David Wiecha und holten damit die einzigen 4 Punkte für uns an diesem Abend. Hinten waren die Niederlagen von Matthias Heinrich und Paul Berg im Rahmen unserer Erwartungen. In der Mitte musste Heinz-Dirk Neiter verletzungsbedingt abschenken, während Rolf Mätz gegen Jonas Karch und Leon Schopf mit unserem Zelluloidball sicherlich nicht verloren hätte.

Fazit: Das Chaos mit den unterschiedlichen Spielbällen aus Zelluloid und Plastik wird uns noch die nächsten 2 Jahre 'erfreuen'. Und selbst mit der generellen Umstellung auf Plastikbälle in 2019 wird es nur eingeschränkt besser, da sich die Plastikbälle je nach Hersteller und Herstellart (mit/ohne Naht) wesentlich stärker unterscheiden, als das bei den Zelluloidbällen der Fall war. Wir denken mit Grausen an den Ball der Klarenthaler, mit dem selbst die Plastikball erprobten VfR-ler große Probleme hatten. Das einzige, das besser wird in der Plastikball-Ära, werden die Umsatzzahlen der Ballhersteller sein. Die Plastikbälle sind teurer, halten dafür aber nicht so lange. Jeder Kantentreffer zerstört einen Plastikball. An diesem Abend (mit parallelem Punktspiel von VfR I) segneten wenigstens 10 Plastikbälle das Zeitliche.

 

Alles andere als eine klare Niederlage wäre überraschend gewesen. Die vor dem Spiel ausgegebene Marschroute des Mannschaftsführers, wegen eines nachfolgenden privaten Termins schnellstmöglich wieder die Heimreise anzutreten, wurde jedoch nicht befolgt. Vielmehr lieferte die Mannschaft dem bisher verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Bermbach einen harten, 3-stündigen Kampf und rang ihm, erstmals in dieser Saison, mehr als 5, nämlich immerhin 6 Gegenpunkte ab, und das trotz erneutem Verletzungspech:

Die Doppel mussten verletzungsbedingt umgestellt werden, nachdem Dirk Neiter sich unter der Woche das Handgelenk verstaucht hatte und nur eingeschränkt spielfähig war. Kreidel/Mätz gewann jedoch souverän 3:0 gegen Jonas/Arndt. Götz/Wenzel hatten gegen das Spitzendoppel der Bermbacher, Ruber/Guckes den Sieg auf dem Schläger, führten nach Sätzen 2:1, unterlagen dann aber sowohl im 4. als auch im 5. Satz jeweils unglücklich 9:11. Das "Notdoppel" Neiter/Bauer unterlag chancenlos 0:3.

Im vorderen Paarkeuz konnte Bermbach seiner Favoritenrolle mit den TT-punktemäßig deutlich besser bestückten Jonas und Ruber gerecht werden. Allerdings zeigte Kreidel, obwohl er um 17.00 Uhr normalerweise seinen optimalen Bio-Rythmus noch nicht erreicht hat, in beiden Spielen eine Top-Leistung, unterlag Ruber nur knapp 9:11 im Entscheidungssatz, besiegte hingegen Jonas mit 3:1. Götz zeigte gegen Jonas gute Ansätze, es fehlte aber der Glaube an den Sieg, auch eine 8:3 Führung reichte nicht zum Satzgewinn; gegen Ruber blieb er chancenlos.

Im mittleren Paarkreuz musste Dirk Neiter mehr oder minder kampflos beide Punkte hergeben, das Verletzungspech bleibt uns treu. Rolf Mätz bestätigte hingegen seine derzeit gute und beständige Form und gewann nicht nur - eher erwartungsgemäß - 3:1 gegen Gölz, sondern auch gegen den kampfstarken und erfahrenen Guckes trotz 1:2 Satz- und deutlichem Punktrückstand im 4. Satz, nach erheblicher Leistungssteigerung am Ende des 4. und dann vor allem im 5. Satz.

Im hinteren Paarkreuz entpuppt sich Uwe Wenzel zur "sicheren Bank". Gegen Gerhard gewann er problemlos 3:0. Gegen Arndt wurde den zahlreichen Zuschauern ein attraktives 5-Satz-Spiel mit langen Ballwechseln geboten, in dem Uwe im entscheidenden Satz den längeren Atem und die besseren Nerven bewies. Sein Gegner beendete das Spiel am Ende mit zwei Aufschlagfehlern. Flo Bauer war leider gegen beide Gegner überfordert und unterlag, auch etwas grippegeschwächt, jeweils mit 0:3.

Die gute und durchaus unerwartete Leistung, die mit etwas Glück einen Punktgewinn gebracht hätte, lässt für die Aufgaben in der kommenden Woche gegen Oberjosbach (am 16.11.2016, 20.00/Sky-TV/ZDF) und am 18.11.2016 beim VfR III (20.30 Uhr/RTL) auf weitere Punkte gegen den Abstieg hoffen.