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Zum Spitzenspiel in der Bezirksklasse Süd empfingen wir am Mittwoch den Tabellenzweiten aus Hallgarten, gegen den wir in der Vorrunde die erste und einzige Saisonniederlage kassieren mussten. Allerdings hatten wir inzwischen beruhigende sechs Punkte Vorsprung mit auch noch deutlich besserem Spielverhältnis. Somit lag der Druck beim Gegner, gewinnen zu müssen, wenn noch ernsthafte Aufstiegschancen erhalten bleiben sollten. Und Hallgarten war der erwartet schwere Gegner:

In den Doppeln ging es dann auch gleich richtig zur Sache. Spitzendoppel Kreidel/Pietsch hielten Engelmann/Zander mit 3:1 sicher in Schach; die beiden anderen Paarungen gingen jedoch jeweils in den fünften Satz und endeten einmal knapp für uns (11:9 für Götz/Neiter gegen Holderrieth/Fahnemann) und einmal genauso knapp für den Gegner (9:11 von Knittel/Schlambor-Kern gegen Liebhardt/Nitze).

Somit ging es mit einer 2:1 Führung in die Spitzeneinzel. Hier mussten wir allerdings zwei durchaus überraschende Niederlagen hinnehmen. Markus traf wenig, sein Gegner Fahnemann war voll motiviert und nutzte die Gunst der Stunde zu einem 3:1 Erfolg. Nicht viel besser erging es Klaus Götz gegen den Hallgartener Spitzenspieler Holderrieth, der zwar überraschend mit langen Abwehrnoppen auf der Rückhand agierte, jedoch fast ausschließlich seine schnelle Vorhand einsetzte, gegen die an diesem Abend kein Kraut gewachsen war.

Damit waren wir erstmals seit langer Zeit in Rückstand, der auch im mittleren Paarkreuz nicht aufgeholt werden konnte. Heinz Dirk verlor 1:3 gegen Liebhardt, dessen Anti-Block auf der Rückhand nicht zu bezwingen war. Hingegen gewann Tobi mit dem gleichen Ergebnis überzeugend gegen Engelmann.

Die Wende brachte das hintere Paarkreuz. Youngster Alex Knittel setzte sich sicher gegen Ersatzmann Zander mit 3:0 durch. Sensationell und zu diesem Zeitpunkt für die Mannschaft ganz wichtig erkämpfte Yvonne einen 3:2 Sieg (12:10 im fünften Satz) gegen Nitze und brachte uns damit die Führung.

Bei Markus war allerdings an diesem Tag der Wurm drin; er blieb auch im Spitzeneinzel an diesem Abend sieglos, unterlag, wenn auch knapp mit 9:11 im fünften Satz und durfte sich über 26 Minuspunkte in der TTR-Wertung so richtig freuen. Zum Glück konnte sich Klaus im zweiten Einzel etwas aus seinem (Return-) Tief befreien, retournierte dieses Mal wenigstens einen von fünf Aufschlägen des Gegners und gewann in drei engen Sätzen gegen Fahnemann.

Damit standen die Zeichen auf Sieg: Heinz Dirk (gegen Engelmann mit 3:0) und Tobi (3:1 gegen Liebhardt) setzten sich jeweils nach gutem Spiel durch und sicherten den achten Punkt. Den Schluss- und Siegpunkt hatte zuvor schon in seinem vorgezogenen zweiten Spiel Alex gegen Nitze gesetzt. Nach hoher Führung im vierten Satz noch unterlegen, gewann Alex den Entscheidungssatz dann deutlich 11:3 und zeigte sich insgesamt in guter Form. Der zweite Sieg von Yvonne zählte dann nur noch für die Moral, die an diesem Tag insgesamt großartig war. Nach gut drei Stunden war der schwer erkämpfte Sieg verdient eingefahren.

Bei acht Punkten Vorsprung auf die punktgleichen Mannschaften aus Hallgarten und Eibingen als Tabellenzweite bzw. Dritte, die auch noch gegeneinander spielen müssen, dürfte uns die Meisterschaft und der Wiederaufstieg nur schwer zu nehmen sein. Die nächsten drei Spiele gegen Schierstein, Breithardt und Naurod sollten gewonnen werden, dann ist der Vorsprung nicht mehr einzuholen.

70, 61, 60, 59, 50, 30 sind die stolzen Alterszahlen der Herren-Geriatrie-Truppe des TVI - Heidi (noch) und Tobi ausgenommen. In einem Alter, wo viele bereits an altersgerechtes Wohnen oder Pflegeheime denken, trifft sich unsere TT-Alters-WG gerne an den Platten der Bezirksklasse und brennt auf die Meisterschaft wie 'Frittenfett'. Mit bisher 6 Punkten Vorsprung ist dieses Ziel nach wie vor mehr als realistisch. Trotzdem war es gegen das Team TV Wehen II schwieriger, als es das Ergebnis aussagt.

v.l.n.r Pietsch, Neiter, Mätz, Götz, Herrchen, Kreidel

Zwar stand es bereits nach den Doppeln 3:0 für uns, allerdings hätte es auch gut 1:2 oder gar 0:3 stehen können. Sowohl Neiter/Götz gegen Wiesner/Kissel, wie auch Kreidel/Pietsch gegen Schwarzkopf/Holger Schuster, konnten sich jeweils nur ganz knapp im 5. Satz durchsetzen, wobei Kreidel/Pietsch bereits Matchball gegen sich hatten. Die 131 Jahre (Mätz/Herrchen) gegen 30 Jahre (Zander/Schuster, Tobias) behielten dagegen mit 3:1 die Oberhand, wobei die Sätze zwei und drei jeweils auch nur knapp mit 12:10 gewonnen wurden. Erstaunlich dabei, dass zumindest zeitweise die 101 Jahre Differenz in erstaunlichen Laufduellen kaum sichtbar waren - und das ganz ohne Rollator. Da nützten auch die 20 Liegestütze, die Tobias Schuster mal kurz zum Aufwärmen vorm Spiel eingestreut hatte, nichts. Das ThermaCare-Aufwämkonzept von Rolf und Peter war dem eindeutig überlegen.

Das Einzel Markus Kreidel gegen Rüdiger Schwarzkopf war eine klare 3:0 Sache, Klaus Götz musste sich gegen den stark aufspielenden Frank Wiesner mit 0:3 geschlagen geben.
Unsere Youngster-Mitte (zusammen nur 80) spielte mit 1:1 ausgeglichen, wobei beide Spiele erst im 5. Satz entschieden wurden. Heinz-Dirk Neiter behielt knapp mit 3:2 und 13:11 im 5. Satz gegen den guten und etwas unangenehm mit Material spielenden Holger Schuster die Oberhand, während sich Tobi Pietsch mit 2:3 Roland Kissel beugen musste. 
Beim Stande von 5:2 waren dann die Alterskönige an der Reihe. Dabei konnte Rolf Mätz gegen den 55 Jahre jüngeren Tobias Schuster mit 3:1 locker gewinnen. Peter Herrchen dagegen musste sich klar mit 0:3 dem 45 Jahre jüngeren Tim Zander geschlagen geben, was aber weniger an mangelnder Fitness, als an dem nicht mehr reparablen Sehnenriss der Schulter lag, der einfach einige der früher besten Schläge unmöglich macht und auch mit Routine nicht auszugleichen ist.
Somit ging es mit 6:3 in den zweiten Durchgang. Dabei konnte Markus Kreidel mit 3:1 auch gegen Frank Wiesner einen verdienten Sieg verbuchen und Klaus Götz kämpfte sich bravourös zu einem 3:2 Erfolg (11:9 im fünften) gegen Rüdiger Schwarzkopf, der unseren Käpt'n ein ums andere Mal mit seinem schnellen Block- und Konterspiel vor einige Probleme stellte.
Beim 8:3 war das Spiel dann aber eigentlich gelaufen. Heinz-Dirk verlor zwar ebenfalls im 5. Satz noch gegen Roland Kissel, aber Tobi machte mit einem 3:1 gegen Holger Schuster den 9:4 Sieg perfekt und sorgte für den bisher 13. Sieg unseres Oldie-Teams in der Runde. Am kommenden Mittwoch steht dann das Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten Hallgarten auf dem Programm. Ein Heimsieg wäre für unser Team ein weiterer großer Schritt in Richtung Aufstieg.

Autor Rolf Mätz - 9.2.2019

In der Vorrunde gab es auswärts einen überraschenden Punktverlust gegen Bierstadt. Das Heimspiel wurde dagegen klar mit 9:1 gewonnen. So eindeutig wie sich das Ergebnis anhört, lief das Spiel aber nicht.

Vier Spiele wurden erst im 5ten Satz gewonnen, darunter zwei der drei Doppel. Markus Kreidel/Tobi Pietsch gewannen 3:1 gegen Hoffmann/Krommer. Klaus Götz/Heinz-Dirk Neiter (gegen Schwarz/Grabowski) und Yvonne Schlammbor-Kern/Rolf Mätz (gegen Lell/Czichos) mussten über 5 Sätze gehen.
Markus gegen Hoffmann und Klaus gegen Schwarz bauten die 3:0 Führung aus. Danach gewannen auch Heinz-Dirk und Tobi gegen Krommer bzw. Grabowski. Beim Stand von 7:0 setzte es die einzige Niederlage. Rolf verlor nach schwacher Vorstellung 1:3 gegen Czichos. Yvonne gegen Lell und Markus gegen Schwarz machten den Sieg perfekt.

Hervorzuheben ist die tolle Leistung von Yvonne, die kurzfristig für den kranken Alex Knittel eingesprungen war und sowohl im Doppel als auch im Einzel sehr stark spielte.

 

 

Was soll man schon groß über ein Spiel schreiben, dass mit 9:0 und 27:1 Sätzen in etwas über einer Stunde kurz und knackig über die Bühne ging? Eben einen passenden, also kurzen und knackigen Bericht:

Erstmal muss hier den Rauenthaler Recken ein sechsfaches "Respekt Alder!" gezollt werden, traten und treten sie doch tapfer zu jedem Punktspiel an, obwohl sie nach personellen Wechsel-Verlusten diese Runde eigentlich in jedem TT-Punktspiel chancenlos sind. Die Truppe spielt trotzdem unverdrossen und gut gelaunt die Runde zu Ende. Bravo!

Aufreger des Abends:
Unser Youngster P.....[hier folgten ursprünglich 3 vermeintlich humorvolle Sätze, die wir jetzt gemäß DSGVO auf Bitte des Betroffenen entsorgt haben] ..... konnte kurzfristig nicht zum Spiel erscheinen.
Dankenswerterweise ließ sich Matths Heinrich 10 Minuten vor Spielbeginn noch für einen Rettungseinsatz akquirieren, so dass wir dann doch vollzählig antreten konnten.

Doch nun noch kurz zum Spiel:
Als Doppel-1 traten diesmal Neiter/Herrchen an und rechtfertigten ihre Pole-Position durch einen mehr als ungefährdeten 3:0 Sieg. Kreidel/Pietsch wollten zur mentalen Vorbereitung auf das Bierstadt-Spiel am Mittwoch endlich auch mal gegen ein Doppel-1 gewinnen, was auch mit 3:0 gelang. Matths Heinrich ging kalt und ohne Einspielen ins Rennen und konnte mit Routinier Rolf Mätz ebenso einen lockeren 3:0 Erfolg verbuchen.

So ging es dann in den Einzeln ohne Überraschung weiter.
Peter Herrchen gab den einzigen Satz ab, weil er im 2. Satz die vermeintlichen Schnittbälle seines Gegners beharrlich über statt auf den Tisch zog. Im letzten Satz hatte er sich eingeschossen und dokumentierte das mit einem abschließenden 11:1 Erfolg.
Matths Heinrich lag im ersten Satz bereits 5:10 zurück, konnte diesen aber noch gewinnen und ließ danach nix mehr anbrennen.

Fazit:
Am Mittwoch wartet mit Bierstadt ein anderes Kaliber auf uns. Dort sollten wir konzentriert zur Sache gehen und das Unentschieden aus der Vorrunde besser nicht wiederholen.