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Vielleicht lag es an der Vorbereitung einzelner Spieler unseres Teams, dass es nicht zu einem Sieg reichte. Klaus verbrachte den Samstag mit Hagebutten-Ernte und Verarbeitung der selbigen, zu was auch immer, Yvonne schleppte Geranien zum überwintern in den Keller (was hat der Ehemann eigentlich in der Zeit gemacht?), Heinz-Dirk war ganztägig in Sachen Sohn-Chauffeur und Kids-Fussball unterwegs und der Autor dieses Artikels wählte einen speziellen Triathlon zur Vorbereitung: Knapp zwei Stunden Pilze sammeln, gut eine Stunde Pilze putzen und ca. 30 Minuten Pilze essen - sehr magere Kost eben. Wie sich Tobi und Markus zum Spiel vorbereitet haben ist nicht überliefert.

Magerkost

Nun zum Spiel: Markus und Tobi gewannen ihr Eingangsdoppel gegen Eglin/Prinz mit 3:2, dabei mit 11:4 im letzten Satz sehr deutlich. Götz/Herrchen - eigentlich als "Opferdoppel" gegen das Einserdoppel Kretzer/Decker aufgestellt - verloren sehr knapp und etwas unglücklich in den Sätzen 3 und 4 mit 9:11 und 12:14 jeweils mit einem gegnerischen "Fuchs", obwohl LECCINUM VULPINUM (die Fuchsrotkappe) beim nebenstehendem Pilzfund überhaupt nicht dabei war. Unser "Dreier-Mix-Doppel" Yvonne Schlambor-Kern/Heinz-Dirk Neiter waren relativ chancenlos bei einem humorlosen 0:3 gegen Wolf/Seidel.
Unser Spitzenspieler Markus Kreidel wollte seine makellose "zu null" Bilanz natürlich ausbauen, musste sich aber gegen Maurice Eglin beim 3:2 ziemlich strecken. Dabei spielte er ein ums andere Mal auf wie ein TRICHOLOMA VIRGATUM (Brennendschafer Ritterling) - auch entsprechend giftig. Klaus Götz - unser ROSA CANINA (Hagebutten) Mann, hatte etwas Pech, dass er sich nach teilweise wirklich sehr gutem Spiel gegen den Abwehrspieler Lucas Krenzer sehr knapp mit 2:3 und geschlagen geben musste. Statt eines durchaus möglichen 4:1 stand es daher leider 2:3. Alle Hoffnungen ruhten nun auf  unserer eigentlich recht starken Mitte. Tobi Pietsch siegte relativ klar mit 3:1 gegen Thomas Wolf, während Heinz-Dirk Neiter leider mit 1:3 gegen Luca-Paul Decker verlor, dabei allerdings zwei Sätze jeweils in der Verlängerung. Seine normalerweise gefürchtete "Vorhand-MACROTYPHULA FILIFORMIS" (Binsenkeule) war dabei leider nur selten zu sehen und ging zu oft in selbige.
Beim 3:4 war nun das hintere Paarkreuz mit unserem RUSSULA CYANOXANTHA (Frauentäubling) Yvonne und der schlagarmtechnischen RAMARIA STRICTA (Steifen Koralle) Peter an der Reihe. Beide mussten sich jeweils 1:3 gegen Lars Prinz und Uwe Seidel geschlagen geben. Als dann in der Folge das vordere Paarkreuz gleich zwei Siege einfuhr, keimte beim 5:6 erneut Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn auf. Leider erwischten Tobi - nur eine gute Stunde vor seinem 31. Geburtstag - und Heinz-Dirk keinen sehr guten Tag und beide verloren jeweils mit 1:3 gegen Decker und Wolf. Tobi gratulieren wir an dieser Stelle recht herzlich zu seinem Ehrentag und wünschen ihm, dass er sich heute ein wenig wie ein SUILLUS GREVELLEI (Goldröhrling) fühlt.
Den negativen Schlusspunkt setzte dann Peter, der teilweise wir ein HYGROPHOROPSIS AURANTIACA (Falscher Pfifferling) agierte und seinem FOMES FOMENTARIUS (Zunderschwamm) diesen nicht geben konnte, mit seinem 1:3 gegen den mit langen und kurzen Noppen spielenden Lars Prinz.
Blieb am Ende die Erkenntnis, dass mit etwas Glück ein 8:8 drin gewesen wäre und an der Spielvorbereitung noch gearbeitet werden muss.
Am kommenden Freitag geht es dann gegen die Eintracht. Auf diese Begegnung freue ich mich, da ich einiger meiner langjährigen Mitspieler wiedersehen werde. Ob sich Klaus Götz auch auf ein Wiedersehen mit einem seiner voraussichtlichen Gegner freut, ist nicht ganz sicher.

Hatten wir zuletzt in Erbach noch unserer traditionellen Auswärtsschwäche getrotzt, sollte es diesmal in Bierstadt leider kein Happy-End geben.:

Bierstadt hatte in der letzten Runde einen soliden Mittelplatz belegt und war damit –zumal auswärts– ein erster Prüfstein für unsere Verortung in der Bezirksliga. Allerdings mussten wir schon letztes Jahr bei unserem Durchmarsch in der Bezirksklasse in Bierstadt gegen Bierstadts Zweite ein 8:8 Unentschieden hinnehmen. Zuhause gab es dann einen lockeren 9:1 Erfolg. Soviel zu unserer 'Auswärtsstärke'.

Wir begannen das Spiel regelkonform mit den Doppeln.
Unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch hatte wieder mal Startschwierigkeiten, wurde dann aber stärker und verbuchte einen sicheren 3:1 Sieg gegen Silbereisen/Eis.
Götz/Heinrich hatten als Doppel-2 gegen Vogel/Schneider wenig Optionen und kassierten eine 0:3 Niederlage.
Deutlich spannender dann das Duell der 3er Doppel, das unsere Routiniers Neiter/Mätz gegen Hoffmann/Grabowski knapp mit 11:8 im 5. Satz für sich entscheiden konnten.
Somit war nach den Doppeln beim Spielstand von 2:1 für uns noch alles im Lot.

Im vorderen Paarkreuz gewann Markus Kreidel gegen Wilfried Silbereisen den ersten Satz leider viel zu hoch, um den nächsten Satz dann noch gewinnen zu können. Dito in Satz 3+4 krampfte er sich zu einem glücklichen 11:9 im 5. Satz.
Klaus Götz dagegen (allerdings durch seinen diclofenacierten (Tisch)Tennisarm gehandicapt) zeigte gegen Stephan Vogel eine konstantere Leistung und verhalf seinem Gegner damit zum Premieren-Erlebnis eines erstmaligen Sieges gegen Klaus.

In der Mitte zeigte dann Tobi Pietsch gegen Noppenmann Manfred Schneider, dass das jahrhundertlange Material-Training gegen Antispin-Markus eine souveräne Leistung gegen Materialspieler auch unter Spielstress ermöglicht. Ein glatter 3:0 Erfolg für Tobi.
Andersherum erging es Heinz-Dirk Neiter gegen Gerd Eis, der offenbar an diesem Tag gut aufgelegt war. Dagegen ließ Heinz-Dirk seine gewohnte Blocksicherheit vermissen und musste folgerichtig eine 0:3 Niederlage quittieren.

Hinten zeigte Oldie Rolf Mätz in seinem Spiel gegen den wild angreifenden Jacek Grabowski eine Palette von Handgelenks-Schnittvarianten, die seinen Gegenspieler oftmals ratlos an der TT-Platte zurückließen. Ein verdienter 3:0 Sieg für unseren Abwehrrecken Rolf.
Ersatzmann Matths Heinrich mühte sich redlich und spielte auch gut mit gegen Rainer Hoffmann, konnte aber eine 0:3 Niederlage nicht vermeiden.

Damit lagen wir zur Halbzeit noch mit 5:4 in Führung.

Vorne hatte Markus Kreidel auch im Spiel gegen Stephan Vogel immer noch keinerlei Gefühl für den Ball und die langsamen TT-Platten entwickelt und verballerte reihenweise halbhoch hingelöffelte Bälle seines Gegners, die gefühlt 0,1 mm hinter dem Netz stehen blieben. Nach 3 Krampfsätzen traf er endlich und lochte einen 3:1 Sieg ein.
Da präsentierte sich Klaus Götz gegen Wilfried Silbereisen doch in gänzlich anderer Verfassung, zumindest bis zu seiner 7:2 Führung im 3. Satz bei 2:0 Satzführung. Dann aber –offenbar vom Kreidelschen Hohe-Führungen-Syndrom influenziert– verlor er diesen und auch den nächsten Satz, erzitterte sich aber in Satz 5 einen 11:9 Sieg.

Mit einer 7:4 Führung lagen wir damit eigentlich sogar auf Siegeskurs. Denn unsere starke Mitte hätte die Führung ausbauen können. Stattdessen kam leider die Fahrradkette zum Einsatz.

Tobi Pietsch fand gegen den gut angreifenden Linkshänder Gerd Eis keine taktische Einstellung und musste seinem Gegenspieler zum 3:1 Sieg gratulieren.
Heinz-Dirk Neiter hat normalerweise wenig Probleme mit Materialspielern. Am heutigen Tag fehlten ihm gegen Manfred Schneider allerdings Ballsicherheit und ein durchschlagender Topspin, sodass er eine 0:3 Niederlage hinnehmen musste.

Hinten traf Rolf Mätz mit Rainer Hoffmann auf einen Spieler, der normalerweise keine Probleme gegen Material- oder Abwehrspieler hat. Rolf konnte ihn aber durch seinen Wechselschnitt verunsichern und es entwickelte sich bis zum 4.Satz ein ausgeglichenes Match. Leider (aus unserer Sicht) kehrte das Selbstvertrauen von Rainer Hoffmann im 5. Satz zurück und Rolf verlor mit 2:3 Sätzen.
Matths Heinrich zeigte dann gegen Jacek Grabowski eine sehr gute Leistung. Nach verlorenen zwei Sätzen erkämpfte er den Satzausgleich, musste sich aber letztlich im 5. Satz geschlagen geben.

Damit lagen wir 7:8 zurück und ein leistungsgerechtes Unentschieden wäre noch drin gewesen. Wäre da nicht die bekannte Schlussdoppel-Schwäche unseres Einser-Doppels Kreidel/Pietsch. Gegen Vogel/Schneider starteten sie hoffnungsfroh mit dem Gewinn des ersten Satzes, dann lief aber wenig zusammen. Mit einem 11:13 im 4. Satz war dann die Niederlage im doppelten Sinn besiegelt.

Fazit:
Schadeee, schadeee. Eine vermeidbare Niederlage. Vielleicht sollten wir mal beim Donald nachfragen, wie man daraus einen Sieg macht....

Nach dem positiven Einstieg in die neue Runde galt es nun –trotz unserer traditionellen Auswärtsschwäche– noch ein wenig den Sieges-Schwung mitzunehmen.

Der erste Stolperstein erwartete uns in Erbach. Erbach II stand in der letzten Runde eigentlich schon als Absteiger fest, wurde aber noch durch den Rückzug von Nordenstadt II gerettet. Wollten wir dem gleichen Schicksal entrinnen, musste eigentlich ein Sieg gegen Erbach her. Eigentlich, denn Siege in Erbach sind uns seit Dekaden nicht mehr gelungen, auch wenn wir bislang immer Erbach I unterlagen.

Um diese mentale Blockade zu sprengen, reisten wir mit unseren FF ("First four") an und schonten unseren Altmeister und Abwehrrecken Rolf Mätz, der in den vergangenen Jahren in der Riesenhalle in Erbach immer gefühlte 25m hinter der TT-Platte stand und daher bei Stopps ein 'Nanosekündchen' zu spät dran war. Stattdessen besetzten wir das Nahfeld der TT-Platte mit unserer Block- und Konterspielerin Yvonne Schlambor-Kern. Vervollständigt wurde unser Sextett durch Youngster Alex Knittel, der allein schon wegen seiner Körpergröße kein Problem mit viel Platz hinter der TT-Platte hat.
 
Zum Auftakt kam unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch –wie so oft– schwer ins Rollen, verlor sogar den 2. Satz und lochte dann aber einen sicheren 3:1 Sieg gegen Nguyen/Jasny ein.
Götz/Knittel konnten als Doppel-2 gegen das starke gegnerische Einser-Doppel Heinen/v.Hoeßle den ersten. Satz noch knapp gestalten, mussten dann aber abreißen lassen.
Unser Doppel-3 Neiter/Schlambor-Kern galt seit seiner Premiere in Hahn (damals mit einem Sieg gegen Doppel-1) als neues Igstädter TT-Dreamdouble und lag daher bei den Buchmachern im Duell der 3er-Doppel weit vorne. Nach 5 knappen und umkämpften Sätzen hieß es allerdings diesmal "Game Over" bzw. "Dream Over" bei ihrer 2:3 Niederlage gegen Kurzweil/Keshishzadeh.
Damit lagen wir schon mal nach den Doppeln mit 1:2 im Rückstand.

Vorne traf man auf altbekannte Gegner aus den langjährigen TT-Duellen gegen Erbach I.
Im Duell der beiden Marci konnte diesmal Markus Kreidel einen knappen 3:1 Sieg gegen Marcus v. Hoeßle einfahren.
Klaus Götz ist aktuell durch seinen (Tisch)Tennisarm gehandicapt, traf allerdings auch auf einen gut aufgelegten Sascha Heinen. Zwischenzeitliche Führungen konnte er nicht in Satzgewinne ummünzen, daher musste er eine 0:3 Niederlage hinnehmen.

In der Mitte traf Tobi Pietsch mit Tim Kurzweil auf einen Gegner, dessen Spielstil (Mix aus Abwehr und Angriff) und Spielstärke starken Schwankungen unterlag. Tobi konterte das mit 3 konstanten 11:9 Satzgewinnen.
Heinz-Dirk Neiter zeigte gegen Anh-Tu Nguyen u.a. mit gut platzierten Blockbällen eine souveräne und sichere Leistung, die mit einem 3:1 Sieg belohnt wurde.
Durch unsere starke Mitte gingen wir damit erstmals in Führung.

Hinten traf Yvonne Schlambor-Kern mit Tobias Jasny auf einen Gegner, der ihre Angriffsbälle beharrlich mit Ballonabwehr-Bällen zurückschippelte. Nach mutlosem 0:2 Satzrückstand ("ich kann heute nicht gewinnen") schaltete sie nach knapp gewonnenem 3. Satz in den Kampfmodus um und ließ dann ihren jungen Gegner alt aussehen. Ein verdienter 3:2 Arbeitssieg.
Alex Knittel hatte seinen Gegenspieler Arpiar Keshishzadeh anfangs noch im Griff und gewann den ersten Satz. Dann aber hatte sich sein Kontrahent auf sein Abwehrspiel eingestellt und Alex musste eine 1:3 Niederlage quittieren.

Im vorderen Paarkreuz ging es im Duell Markus Kreidel gegen Sascha Heinen gleich mal schlecht los für Markus, da er den 1. Satz mit 11:2 viel zu hoch gewann. Folgerichtig verlor er den nächsten Satz ebenso haushoch und krampfte sich danach zu einem sehr knappen und glücklichen 3:2 Sieg.
Klaus Götz konnte gegen Marcus v. Hoeßle den ersten Satz knapp für sich entscheiden. Durch seine Tennisarm-Manschette behindert fehlten ihm Gefühl und Sicherheit in seinen Topspins, so dass er eine knappe 1:3 Niederlage nicht vermeiden konnte.

Es folgte ein hart umkämpftes Match zwischen Tobi Pietsch und seinem Gegenspieler Anh-Tu Nguyen, mit dessen Angriffsschlägen Tobi anfangs Probleme hatte. Er lag bereits mit 1:2 Sätzen zurück, ehe er mit seinem eigenen Angriffsbällen das Spiel zu seinem Gunsten umbiegen konnte zum verdienten 3:2 Sieg.
Heinz-Dirk Neiter hatte im ersten Satz gegen einen Tim Kurzweil im Abwehrmodus keine Probleme. Dann aber stellte dieser auf Angriffmodus um und gewann dadurch Satz 2. Den hart umkämpften 3. Satz konnte dann wiederum Heinz-Dirk mit 16:14 für sich entscheiden und hatte damit seinem Gegner den Zahn gezogen. Ein letztlich verdienter 3:1 Sieg.

Hinten begann Yvonne Schlambor-Kern gegen einen sehr sicher angreifenden Arpiar Keshishzadeh mit 2 noch mutloseren Sätzen als im Spiel zuvor. Wiederum im 3. Satz konnte sie in den Kampfmodus umschalten und diesen mit 11:9 für sich entscheiden. Ihr Gegner zeigte sich davon kurzzeitig beeindruckt, erholte sich aber im 4. Satz und konnte diesen mit 14:12 gewinnen.
So ruhten unsere Hoffnungen auf Youngster Alex Knittel, der im Duell zweier junger Spieler –nach kurzer Irritation im 3. Satz– durch konsequentes Abwehrspiel seinen verdienten 3:1 Sieg einfahren konnte.

Fazit:
Ein wichtiger Auswärts-Sieg für uns, der auch unser WirkönneninErbachnichtgewinnen-Syndrom kuriert. Damit sind wir erstmal in der Bezirksliga angekommen.