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Erste Herren ersatzverstärkt mit 9:3 Sieg gegen TUS Hahn

Am Freitag waren wir zu Gast beim TUS Hahn, der sich mitten im Abstiegsstrudel befindet. Dauerurlauber Rolf Mätz (war eh' nicht eingeplant) und die Kurzurlauber Klaus Götz und Peter Herrchen standen unerlaubterweise urlaubenderweise nicht zur Verfügung.
In der letzten Saison hatten wir uns im Abstiegskampf noch über Mannschaften geärgert, die ihre letzten Spiele mit Trümmertruppen absolvierten und damit den Abstiegskampf manipulierten. Daher wollten wir uns in dieser Saison mit umgekehrten Vorzeichen fair verhalten und hofften, mit unserer Ersatzverstärkung durch Yvonne Schlambor-Kern und Philipp Wessel ein ausreichend spielstarkes Sextett ins Rennen zu schicken.

Hochmotiviert und –dank der ambitionierten Zeitplanung von Tobi Pietsch– bereits 50 Minuten vor Spielbeginn fanden wir uns in Hahn vor der Halle ein, waren allerdings erstmal die einzigen TT-Spieler weit und breit.
Markus Kreidel füllte die Wartezeit der Truppe mit ollen Kamellen aus anno domini 1970, als er im zarten Alter von 10 Lenzen eben dort beim TUS Hahn die ersten TT-Schläge erlernte, mit einem Kaufhaus TT-Schläger für 3,95 DM mit beidseitig Noppen außen. Kein Wunder, dass aus dem Jungen nix wurde. 🙂

Doch nun zum Spiel:

Unser Doppel-1 Kreidel/Pietsch kam wieder einmal nur schwer ins Rollen, ließ gegen Baldering/Neumann die nötige Konzentration vermissen und konnte nach wechselhaftem Spielverlauf zumindest Satz 5 dann klar dominieren.
Neiter/Schlambor-Kern als Doppel-2 erwiesen sich als neues TT-Dreamdouble und überraschten uns und ihre Gegner Mülder/Georg nach anfänglichem 1:2 Satzrückstand mit einem finalen Endspurt zum verdienten 3:2 Erfolg.
Unser Youngstar-Doppel-3 Knittel/Wessel schwankte gegen Feix/Obermahr zwischen nachlässig vergebenen Bällen und gelungenen Angriffsschlägen, die dann per Ghettofaust abgeschlossen wurden. Nach 1:2 Satzrückstand folgten 2 erfolgreiche Sätze zum 3:2 Endstand.

Vorne setzte Markus Kreidel gegen Uwe Mülder erst jeweils gegen Satzende zum Endspurt an. Diese Taktik erwies sich als zu risikoreich, so dass Markus den letzten Satz bei seinem 3:1 Sieg doch sicherheitshalber deutlich gewann.
Heinz Dirk Neiter zeigte gegen Marc Baldering eine sehr ansprechende und konzentrierte Leistung. Er hielt die Kugel sicher im Spiel, blockte sehr gut und fuhr einen ungefährdeten 3:0 Sieg ein.

In der Mitte schloss Tobi Pietsch nahtlos an diese Leistung an und ließ seinen Gegner Frank Neumann bei seinem schnellen 3:0 Sieg chancenlos an der Platte zurück.
Im klaren Kontrast dazu dann das Spiel von Youngster Alex Knittel gegen den zugegebenermaßen erfahrenen Selbst-Material-Spieler Horst Georg. Die ersten beiden Sätze gab Alex quasi kampflos ab und fand erst im 3. Satz zur kämpferischen Einstellung eines Defensivspielers. Er verlor diesen knapp mit 9:11 und damit das Spiel mit 0:3 Sätzen.

Im hinteren Paarkreuz zeigte dann Yvonne Schlambor-Kern eine kämpferische und konzentrierte Leistung gegen ihren Gegner Andreas Obermahr. Zusätzlich "befeuert" bzw. angefeuert durch den eigens angereisten Göttergatten konnte sie in jeweils knappen Sätzen einen 3:0 Sieg verbuchen.
Youngster Philipp Wessel setzte das leistungsmäßige Auf-und-Ab aus dem Doppel in seinem Einzel gegen Udo Feix nahtlos fort. Nach 2:1 Satzführung hatte sich sein Gegner aber besser auf ihn eingestellt und Philipp fehlte auch die nötige Konstanz in seinen Schlägen. Folgerichtig musste er eine 2:3 Niederlage quittieren.

Vorne ging Markus Kreidel gegen Marc Baldering in den ersten beiden Sätzen noch konzentriert zu Werke. In Satz 3 dann allerdings wieder ein Rückfall seines chronischen 'Morbus Schlendorians inconcentrans', den er allerdings beim Stand von 15:14 durch Einsatz eines taktisch klugen, ansatzlosen Stoppballes besiegte (in TT-Fachkreisen auch als "deadly fox" bekannt).
Heinz Dirk Neiter zeigte an diesem Abend auch gegen Uwe Mülder eine sehr gute und engagierte Vorstellung. In 5 engen Sätzen hätte er ebenso gut als Sieger von der Platte gehen können, musste aber letztlich seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Damit blieb es Tobi Pietsch vorbehalten, den Schlussakkord zu setzen. Was er auch durch einen souveränen 3:0 Sieg gegen Horst Georg tat.

Fazit:
Wir sind immer noch aufgestiegen.
Für die Jungs vom TUS Hahn kommt es am nächsten und letzten Spieltag zum Showdown.

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