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Jährlicher Kultur-Ausflug der ersten Herren des TVI

v.l.n.r: Tobi, Peter, Heinz-Dirk, Rolf, Klaus und Markus

Jedes Jahr verbringt die erste Herrenmannschaft des TVI zusammen ein Kultur-Wochenende. Nachdem es im letzten Jahr nach Frankreich (Metz) ging, haben wir uns dieses Mal das UNESCO Weltkulturerbe Bamberg ausgesucht, mit Gärnterstadt, Klein-Venedig, dem Kaiserdom und beinahe mehr Brauereien als Einwohner - bestens gerüstet mit der Bamberg-Card für EUR 15,90 pro Person, inkl. Stadtführung, neun Museumsbesuchen und der Nutzung des ÖPNV für insgesamt drei Tage. Klingt super, nützt allerdings wenig, wenn es keinen ÖPNV gibt. Die Haltestelle vor der Türe der Ferienwohnung wird nur Montags - Freitags angefahren und der etwa einen Kilometer entfernte Haltepunkt stellt um 19:00 Uhr am Wochenende den Verkehr ein. Gut für die allgemeine Fitness. Haben wir doch alles zu Fuß bewältigt und hatten alleine am Samstag am Ende des Tages über 13 Geh-Kilometer auf den Sohlen und in den teils morschen Gelenken. Jeder hatte übrigens an diesem Wochenende seine Aufgabe: Peter hat sich um die Kultur inkl. Bamberg-Card gekümmert, Rolf um das leibliche Wohl in Form von perfekt ausgesuchten Lokalitäten, Heidi und Tobi um reichlich Rotwein, Klaus um selbstgemachte Marmelade und Honig und Markus hat 30 Äpfel und 15 Bananen beigesteuert. Während Wein, Kultur und Marmelade reißenden Absatz fanden, wurden 29 Äpfel und 15 Bananen wieder umweltfreundlich in zwei PKWs knapp 250 km zurück nach Hessen gefahren, ganz im Sinne von Klaus und Markus, beide stets ökologisch denkend, handelnd und lebend. Aber Hauptsache der Frühstücks-Joghurt-Becher wird ordnungsgemäß in der Gelben Tonne entsorgt, natürlich erst nachdem das vorher manuell entfernte Etikett ökologisch korrekt in die Papiertonnen gewandert ist und der Becher selbst mit feinstem heißem Trinkwasser aus dem Hahn CO2-neutral mehrere Minuten absolut keimfrei ausgespült wurde.

Regnitz

Am Ankunftstag Freitag ging es abends in das bekannte Mahrs Bräu mit gutem Bier und fränkischen Spezialitäten. Im Anschluß war nach den obligatorischen Spiele-Runden gegen 2:00 Uhr morgens Bettruhe angesagt. Am Samstag ging es bereits recht früh los, gefrühstückt wurde gegen 9:00 Uhr, nachdem Heinz-Dirk uns vorbildlich mit frischen Backwaren versorgt hatte und noch Stunden danach von der jungen, freundlichen und flirtenden Backwaren-Fachverkäuferin schwärmte. Ab 11:00 hieß es dann Kultur tanken. Zu Fuß über einige gewollte Umwege teils entlang der Regnitz in knapp einer Stunde in die Innenstadt, um bis zur Führung durch die historische Altstadt schon mal ordentlich Bamberger Luft einzuatmen - bei entgegen aller Erwartungen recht stabilem und teils sogar sonnigem Wetter. Durch einen kurzen Café-Stopp gestärkt, stand dann besagte zweistündige Altstadt-Führung an. Die Gästeführerin hat uns mit wirklich hervorragendem Geschichtswissen an jedem Haltepunkt minutenlange Vorlesungen gehalten über Hexenverbrennungen, im 'Fränkischen Rom' - so wird der Kaiserberg mit Dom genannt - über das Liebespaar Kunigunde und Heinrich II., über die Brauerrei-Historie, über das Pseudo-Barock, über die Gärtnerstadt, über Kriege, über Bürger-Aufstände und, und, und.

Historisches Rathaus

Erschlagen von dieser geballten Wissensflutung wollten wir uns bis zum Abendessen noch etwas bei einen Glas Wein oder Tässchen Bier entspannen. Doch unsere drei Gelehrten Klaus, Markus und Heinz-Dirk hatten einfach noch nicht genug und machten sich in Dunkelheit nochmals auf dem Weg zum Dom, um diesen unbedingt noch von innen zu besichtigen. Leider hatten die drei die Rechnung ohne Gott gemacht, hielt doch einer dessen Vertreter auf Erden gerade eine Predigt im Kaiserdom und verwehrte damit unseren Heiligen Drei Königen die Dombesichtigung. Die anderen drei Ungläubigen tranken während der Abwesenheit noch ein Gläschen, um sich dann pünktlich um 18:00 Uhr zum Abendessen in dem von Rolf ausgesuchten Restaurant bestens gelaunt wieder zu vereinen.
Gestärkt ging es danach mit einem knapp drei Kilometer langen Verdauungs-Fußmarsch zurück in die Ferienwohnung, um erneut unseren 'BKW-Spiele-Triathlon' (Brett, Karte, Würfel) zu starten.

'Fränkisches WLAN'

Gegen 1:00 Uhr morgens war auch das Geschichte und nach einem ordentlichen Frühstück am Sonntag - an dem Heinz-Dirk bereits gegen 7:00 Uhr frisch geduscht und 'ganzkörpergelotiont' aus dem Haus eilte, damit ja niemand vor ihm zum Bäcker geht - ging dieser wieder ausnahmslos harmonische Ausflug zu Ende, bei dem viel geblödelt, gelacht, gegessen, getrunken und 'kulturt' wurde und das extra dazu gebuchte besondere 'fränkische WLAN' zu keiner Zeit benötigt wurde. Für Rolf war es leider gleichsam der Abschied von unserem Team, zieht es ihn doch schon nächste Woche zurück in seine frühere badische Heimat. Sehr schade für uns, aber natürlich wünschen wir ihm und seiner lieben Frau dort das Beste und sind uns sicher, dass er an unserem Ausflug 2020 natürlich trotzdem wieder teilnimmt - sofern sich einer findet, der das für den Ausflug so wichtige frei werdende Amt des Mannschaftskassenwartes bis dahin von ihm übernimmt.

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